Ozeane in Gefahr: Menschliche Eingriffe beschleunigen die Krise der Weltmeere
- 9. Juni
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Die Belastungen für die Ozeane haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Verschiedene vom Menschen verursachte Faktoren wirken gleichzeitig auf die marinen Ökosysteme ein. Mehr dazu in den Klima-News.
Dazu zählen steigende Wassertemperaturen, eine intensive Nutzung der Fischbestände durch die Industrie sowie wachsende Verschmutzungen. Auch der Meeresspiegel steigt immer schneller an – innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Geschwindigkeit dieses Anstiegs verdoppelt.
Warnung der Vereinten Nationen
Im aktuellen dritten Ozeanbericht (WOA), der am Montag veröffentlicht wurde, warnen die Vereinten Nationen eindringlich vor den Folgen dieser Entwicklung: „Der Ozean ist die Grundlage des Lebens auf der Erde. Aber seine Gesundheit ist in großer Gefahr, weil Ökosysteme und Lebensräume den kritischen Kipppunkten näherkommen oder sie überschreiten.“ Dem Bericht zufolge stehen zahlreiche Meereslebensräume unter erheblichem Druck, wodurch das Risiko steigt, dass ökologische Grenzen überschritten werden.
Kritische Bilanz mit positiven Signalen
Die Vereinten Nationen bezeichnen den Zustand der Weltmeere insgesamt als alarmierend und sprechen von einer „vernichtenden“ Bestandsaufnahme. Gleichzeitig verweisen sie auf wichtige Fortschritte beim globalen Meeresschutz. Ein bedeutendes Beispiel ist der Hohe-See-Vertrag, der in diesem Jahr in Kraft getreten ist. Mit ihm wurden erstmals umfassende internationale Regelungen für jene Meeresgebiete geschaffen, die außerhalb nationaler Zuständigkeiten liegen.
Neue Chancen für den Schutz der Artenvielfalt
Nach Angaben der Vereinten Nationen haben der Hohe-See-Vertrag sowie weitere 56 internationale Vereinbarungen die Möglichkeiten verbessert, die biologische Vielfalt in den Ozeanen zu bewahren. Darüber hinaus sollen sie dazu beitragen, umweltschädliche Subventionen zu reduzieren und die Nutzung mariner Ressourcen langfristig nachhaltiger zu gestalten.


