Papst Leo operiert: Bösartiger Lungentumor entfernt – Ärzte hoffen auf vollständige Genesung
Bei Papst Leo ist ein bösartiger Tumor in der Lunge operativ entfernt worden. Wie der Vatikan am Dienstagabend mitteilte, wurde bei dem 71-Jährigen der untere Abschnitt des rechten Lungenflügels entnommen. Bei der Untersuchung des Tumors stellten die Mediziner ein Adenokarzinom fest, eine verbreitete Form von Lungenkrebs. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Eingriff in Rom ohne Komplikationen
Die Operation fand in der römischen Gemelli-Klinik statt und dauerte etwa anderthalb Stunden. Nach Angaben des Vatikans verlief der Eingriff ohne Zwischenfälle. Der Papst wachte regulär aus der Narkose auf und soll zunächst ungefähr eine Woche im Krankenhaus bleiben, um sich von der Operation zu erholen.
Der entfernte Knoten erwies sich als bösartig. Mit der Entfernung des betroffenen Lungenabschnitts wollen die behandelnden Ärzte verhindern, dass Tumorgewebe im Körper zurückbleibt. Weitere medizinische Untersuchungen sollen Aufschluss über den weiteren Behandlungsbedarf geben.
Wie wirkt sich die Entfernung eines Lungenlappens aus?
Der rechte Lungenflügel besteht aus drei Abschnitten. Bei Leo wurde der untere davon entfernt, in dem sich der Tumor befand. Welche Folgen ein solcher Eingriff für die körperliche Leistungsfähigkeit hat, hängt unter anderem vom individuellen Gesundheitszustand ab. Die Leistungsfähigkeit könne um etwa zehn bis 20 Prozent sinken. Im täglichen Leben müsse sich dies nicht unbedingt deutlich bemerkbar machen.
Sollte der Tumor vollständig beseitigt worden sein, könnte der Papst möglicherweise bereits als geheilt gelten. In diesem Fall wären weitere Kontrollen und medizinische Nachsorge entscheidend.
Steinmeier übermittelt Genesungswünsche
Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reagierte auf die Nachricht von der Erkrankung und wünschte dem Kirchenoberhaupt eine rasche und vollständige Erholung. „Die Stimme des Papstes zu den aktuellen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit ist für viele Menschen weltweit, auch in Deutschland, über die konfessionellen Grenzen hinaus von besonderer Bedeutung und wertvoll“, sagte er.
Diagnose kurz vor der Operation bekannt geworden
Erst am Sonntag hatte Leo öffentlich gemacht, dass bei einer ärztlichen Kontrolluntersuchung ein Knoten in seiner Lunge festgestellt worden war. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Veränderung nach seinen Angaben noch in einem „sehr frühen Stadium“.

