Pflege zwischen Sinn und Frust: Befragung zeigt hohe Berufstreue trotz Kritik an Anerkennung
- 15. Mai
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Eine aktuelle, nicht repräsentative Online-Befragung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe zeigt: Viele Pflegende empfinden ihre Tätigkeit als erfüllend und sinnvoll, gleichzeitig gibt es jedoch deutliche Kritikpunkte und Frustration im Berufsalltag. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Befragt wurden anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden über 3.000 Personen aus der Pflege.
Wahrnehmung gesellschaftlicher Anerkennung
Ein zentraler Aspekt der Umfrage war die Frage nach der gesellschaftlichen Wertschätzung von Pflegefachpersonen. Die Antworten fielen dabei gemischt aus: „Die Kompetenz von Pflegefachpersonen wird von der Gesellschaft anerkannt“ stimmten 3,06 Prozent stimme voll und ganz zu, 20,82 Prozent eher zu, 37,15 Prozent eher nicht zu, 20,59 Prozent ganz und gar nicht zu. 10,92 Prozent gaben "weder noch" an. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein größerer Teil der Befragten die Anerkennung durch die Gesellschaft eher kritisch sieht als bestätigt.
Sinnhaftigkeit und berufliche Bindung
Trotz der teils skeptischen Einschätzung zur Wertschätzung zeigt sich eine deutliche emotionale Bindung zum Beruf: Rund 83 Prozent der Pflegekräfte ohne Leitungsfunktion gaben an, ihre Arbeit als sinnstiftend zu erleben. Etwa 55 Prozent würden sich erneut für denselben Berufsweg entscheiden.
Gründe für Unzufriedenheit
Der Berufsverband berichtet, dass sich Unzufriedenheit vor allem aus fehlender Mitbestimmung, mangelnder Transparenz in Entscheidungsprozessen sowie unzureichender Anerkennung speist. Diese Faktoren würden im Arbeitsalltag als besonders belastend wahrgenommen.
Einschätzung des Berufsverbands
Nach Darstellung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe zeigen die Ergebnisse insgesamt ein widersprüchliches Bild: Einerseits gebe es klare Kritikpunkte, andererseits bleibe die Identifikation mit dem Beruf hoch. Verbandspräsidentin Vera Lux betont, dass sich Pflegefachpersonen trotz der Schwierigkeiten nicht grundsätzlich von ihrem Beruf abwendeten.

