Pressefreiheit weltweit: Deutschland fällt im Ranking auf Platz 14 zurück
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Die Position Deutschlands in der internationalen Bewertung der Pressefreiheit hat sich verschlechtert. Laut Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen belegt das Land aktuell Rang 14 – drei Plätze niedriger als im Jahr zuvor. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Zunehmender Druck auf Medienschaffende
Der Bericht zeigt, dass Journalistinnen und Journalisten immer häufiger Anfeindungen ausgesetzt sind – sowohl online als auch im öffentlichen Raum. Als wesentlichen Faktor nennt die Organisation ein insgesamt raueres Klima für die Medienarbeit. Besonders bei stark polarisierenden Themen, etwa in der Berichterstattung über den Nahen Osten, geraten Redaktionen zunehmend unter Druck. Viele Beschäftigte in den Medien berichten zudem von wachsendem Hass, gezielten Diffamierungen und einem schwindenden Vertrauen in journalistische Arbeit.
Verschlechterung auch im globalen Vergleich
Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit hat sich die Lage der Pressefreiheit weiter eingetrübt. Zum ersten Mal seit Bestehen der Rangliste vor 25 Jahren fallen mehr als die Hälfte der bewerteten Länder und Gebiete in die Kategorien „schwierig“ oder „sehr ernst“.
Grundlage der Bewertung
Für das Ranking werden insgesamt 180 Länder und Territorien miteinander verglichen. Dabei fließen verschiedene Aspekte ein, darunter die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten, politische Einflüsse, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren. Die Auswertung wird jährlich von Reporter ohne Grenzen veröffentlicht.

