Putins Vorstoß: Altkanzler Schröder soll im Ukraine-Krieg vermitteln
- 10. Mai
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Nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Moskau hat Russlands Präsident Wladimir Putin erneut über Wege zu möglichen Verhandlungen im Ukraine-Krieg gesprochen. Dabei erwähnte er überraschend den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als denkbaren Vermittler zwischen Russland und der Ukraine. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Vertrauen in den früheren Kanzler
Putin erklärte, dass sich zwar die Vereinigten Staaten um diplomatische Kontakte bemühten, er sich aus Europa jedoch besonders Schröder als Ansprechpartner vorstellen könne. Wörtlich sagte er: „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.“
Die beiden Politiker verbindet seit vielen Jahren ein enges persönliches Verhältnis. Gerade diese Nähe hatte Schröder in Deutschland immer wieder heftige Kritik eingebracht – vor allem wegen seiner Tätigkeiten für russische Unternehmen und seiner Haltung gegenüber Moskau.
Schröders Haltung zum Krieg
Der ehemalige SPD-Vorsitzende hatte den russischen Angriff auf die Ukraine zuletzt zwar deutlich verurteilt und als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, Russland dauerhaft als Gegner Europas darzustellen. Dabei erklärte er: „Ich bin aber auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind.“
Putin signalisiert Gesprächsbereitschaft
Neben seinen Äußerungen zu Schröder äußerte sich Putin auch erneut zu möglichen direkten Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Nach seinen Vorstellungen solle Selenskyj dafür persönlich nach Moskau reisen. Die ukrainische Seite hatte eine solche Reise allerdings bereits zuvor ausgeschlossen.
Für Gespräche in einem neutralen Drittstaat stellte Putin weitere Bedingungen. Voraussetzung sei aus seiner Sicht zunächst eine tragfähige Grundlage für ein Friedensabkommen.
Aussage über mögliches Kriegsende
Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Konflikts zeigte sich der Kremlchef optimistisch. Er sagte: „Ich glaube, dass sich die Angelegenheit dem Ende zuneigt“.

