Rauchfreie Zukunft: Großbritannien verschärft Regeln für Tabakkonsum drastisch
- 22. Apr.
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Nach intensiven Debatten hat ein Gesetzesvorhaben in Großbritannien die entscheidende Hürde im Parlament genommen. Ziel ist es, den Tabakkonsum langfristig aus dem Alltag zu verdrängen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Gesundheitsminister Wes Streeting sprach in diesem Zusammenhang von einem „historischen Moment“. Er betonte zudem, erstmals werde eine „rauchfreie Generation vor einem Leben mit Sucht und gesundheitlichen Schäden bewahrt“.
Strengere Altersregeln für Tabakkauf
Bevor das Gesetz endgültig in Kraft tritt, ist noch die Zustimmung von König Charles III. erforderlich – ein Schritt, der als reine Formalität gilt. Kern der Regelung ist eine kontinuierliche Anhebung des Mindestalters für den Erwerb von Tabakprodukten. Personen, die nach dem 1. Januar 2009 geboren sind, sollen demnach dauerhaft keinen legalen Zugang zu Zigaretten oder ähnlichen Produkten erhalten.
Ein generelles Rauchverbot ist jedoch nicht vorgesehen. Einschränkungen gelten lediglich für bestimmte öffentliche Außenbereiche, etwa auf Spielplätzen für Kinder sowie in der Nähe von Schulen und Krankenhäusern.
Unterstützung durch WHO
Auch auf internationaler Ebene wird die Entscheidung positiv bewertet. Die Weltgesundheitsorganisation sieht in der Maßnahme einen wichtigen Fortschritt im Kampf gegen Tabakkonsum. „Aus Sicht der WHO ist das ein starkes Signal: Tabakkontrolle lässt sich langfristig denken, jenseits kurzfristiger politischer Zyklen“, erklärte Rüdiger Krech, Gesundheitsexperte und Direktor für Umweltfragen bei der WHO, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

