Rätsel um Buckelwal: Geschwächtes Tier nach riskanter Rettungsaktion vermutlich tot
- 5. Mai
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Nach einer langen Irrfahrt entlang der Ostseeküste, die von mehreren Strandungen geprägt war, wurde ein geschwächter Buckelwal schließlich durch eine private Initiative in die Nordsee gebracht. Fachleute gehen inzwischen davon aus, dass das Tier diese Strapazen nicht überlebt hat. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Nach Einschätzung des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund ist es wahrscheinlich, dass der Wal aufgrund seines schlechten Zustands nicht mehr am Leben ist. Er habe „nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt“.
Keine aktuellen Daten zum Verbleib
Seit der letzten bestätigten Sichtung am vergangenen Samstag, die mithilfe einer Drohne erfolgte, fehlen verlässliche Informationen über den Aufenthaltsort oder den Zustand des Tieres. Das Museum betont, dass es für eine Bestätigung der Rettung „essenziell“ sei, dass die verantwortliche Initiative transparente Daten bereitstellt. Dazu zählen insbesondere Details zum eingesetzten GPS-Tracker sowie sämtliche Roh- und Live-Daten, die mit unabhängigen Stellen geteilt werden müssten.
Kritik an der Rettungsaktion
Über mehrere Wochen hinweg waren Fachleute des Meeresmuseums aktiv an den Rettungsversuchen beteiligt. Gemeinsam mit weiteren Expert:innen, darunter Vertreter:innen von Umweltschutzorganisationen, kamen sie bereits vor rund einem Monat zu dem Schluss, dass keine realistische Chance mehr bestand, das Tier zu retten. Sie empfahlen daher, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen.
Die spätere Verbringung des Wals in die Nordsee, organisiert von einer privat finanzierten Initiative, erfolgte ohne Beteiligung des Museums. Dieser Schritt stieß bei vielen Expert:innen auf deutliche Kritik.

