Spionageverdacht in Berlin: Deutsch-ukrainische Frau soll für Russland Informationen gesammelt haben
- Redaktion Mittagsmagazin

- 21. Jan.
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In Berlin haben Sicherheitsbehörden eine Frau festgesetzt, die im Verdacht steht, im Auftrag Russlands tätig gewesen zu sein. Wie die Bundesanwaltschaft bekannt gab, richtet sich der Vorwurf gegen sie wegen mutmaßlicher Spionageaktivitäten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Weitergabe sensibler Informationen
Nach Einschätzung der Ermittler soll die Beschuldigte seit Ende 2023 Daten mit Bezug zum Krieg in der Ukraine an ausländische Stellen übermittelt haben. Dabei ging es unter anderem um interne Informationen zu politischen Spitzenveranstaltungen sowie um sicherheitsrelevante Standorte der deutschen Rüstungsbranche.
Ausspähung von Militärprojekten
Den Angaben zufolge sammelte die Frau Details zu Erprobungsstätten für Drohnentechnologie und zu geplanten Lieferungen unbemannter Fluggeräte an die Ukraine. Diese Informationen sollen gezielt an einen russischen Kontakt weitergereicht worden sein.
Unterstützung für Geheimdienstkontakte
Zusätzlich soll die deutsch-ukrainische Staatsbürgerin einem Mitarbeiter der russischen Botschaft geholfen haben, unter falscher Identität an politischen Events in Berlin teilzunehmen. Ziel sei es gewesen, dort neue Kontakte mit nachrichtendienstlichem Nutzen zu knüpfen.
Durchsuchungen und weiteres Vorgehen
Im Rahmen der Ermittlungen wurden mehrere Wohnungen durchsucht – neben der der Festgenommenen auch Objekte in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Bayern. Zwei weitere Verdächtige stehen ebenfalls im Fokus der Behörden, befinden sich jedoch nicht in Haft. Die Hauptbeschuldigte soll nun einem Richter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheidet.



