Sturzflut im Grand Canyon: Vermisste, eine Tote und massive Schäden an der Infrastruktur
- vor 12 Stunden
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Nach einer schweren Sturzflut im Grand Canyon in Arizona sind zahlreiche Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die enormen Wassermengen rissen Geröll, große Felsstücke, Metallteile und weitere Trümmer mit sich und transportierten sie bis in den Colorado River. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Auch die Infrastruktur des Nationalparks wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen: Mehrere Fußgängerbrücken wurden zerstört, während sich Teile der Landschaft durch die Gewalt des Wassers deutlich veränderten.
Besonders problematisch ist der Schaden an der zentralen Wasserleitung des Parks. Über dieses Leitungssystem werden sowohl Besucher:innen als auch die Menschen, die im Nationalpark leben und arbeiten, mit Wasser versorgt.
Ein Todesopfer und Suche nach weiteren Personen
Bei dem Unglück kam ein Mensch ums Leben. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung wurde die Leiche eines 46 Jahre alten Mannes in der Nähe der Crystal Rapids im Colorado River gefunden.
Darüber hinaus versuchen die Behörden derzeit herauszufinden, wo sich 15 weitere Personen befinden. Es ist unklar, ob sie tatsächlich vermisst werden oder ob lediglich kein aktueller Aufenthaltsort von ihnen bekannt ist. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Sturzflut an der Nordseite des Canyons
Betroffen war vor allem der nördliche Bereich des Grand Canyon. Dort verläuft der Bright Angel Creek vom North Rim in Richtung Colorado River. Auf seinem Weg überwindet der Bach einen Höhenunterschied von rund 1.828 Metern.
Einschränkungen für Besucher
Der Grand-Canyon-Nationalpark zählt jedes Jahr Millionen Besucher:innen und ist international vor allem für seine außergewöhnliche Schluchtenlandschaft bekannt. Der überwiegende Teil der Tourist:innen hält sich normalerweise am stärker frequentierten Südrand auf.
Die Schäden an der Wasserleitung haben nun auch dort Folgen. Ab Montag gelten strenge Maßnahmen zum sparsamen Umgang mit Wasser. Dadurch sind Übernachtungen in Hotels teilweise nicht mehr möglich. Außerdem bleiben mehrere Campingplätze sowie einige Wanderwege vorerst geschlossen.

