Vertauscht bei der Geburt: Gericht spricht junger Frau fast eine Million Euro zu
- Redaktion Mittagsmagazin

- 25. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Vor mehr als zwei Jahrzehnten kam es in einem Krankenhaus in der spanischen Region La Rioja zu einem folgenschweren Irrtum: Zwei Babys wurden unmittelbar nach der Geburt verwechselt und wuchsen anschließend in den Familien der jeweils anderen auf. Erst viele Jahre später wurde der Fehler entdeckt – mit tiefgreifenden Folgen für die Betroffenen. Mehr dazu in unserem Format "Stories - Die unglaublichsten Geschichten".
Der Vorfall im Jahr 2002
Im Sommer 2002 verließen zwei frischgebackene Elternpaare das Krankenhaus in Logroño, ohne zu ahnen, dass ihnen nicht das eigene Kind mitgegeben worden war. Warum es zu dieser Verwechslung kam, konnte nie eindeutig geklärt werden. Die Wahrheit kam erst ans Licht, als eine der jungen Frauen im Erwachsenenalter einen DNS-Test durchführen ließ. Das Ergebnis erschütterte ihr gesamtes Selbstbild – und führte zu einem gerichtlichen Verfahren.
Die Aufdeckung durch die Justiz
Im Jahr 2021 bestätigte ein Gericht offiziell, dass es sich bei beiden Frauen um vertauschte Kinder handelte. Die damals 23-Jährigen verklagten daraufhin die verantwortliche Einrichtung und verlangten mehrere Millionen Euro Schadensersatz für die Folgen des Fehlers, der ihre gesamte Lebensgeschichte geprägt hatte.
Entschädigung und Urteil
2022 wurde beiden Betroffenen zunächst jeweils eine Summe von 850.000 Euro zugesprochen. In einem der Fälle erhöhte das zuständige Gericht die Entschädigung inzwischen um weitere 125.000 Euro – auf insgesamt 975.000 Euro. Als Grund nannte das Gericht, dass die Betroffene ihre leibliche Mutter nach der Aufdeckung nicht mehr kennenlernen konnte, da diese bereits 2018 verstorben war. Das neue Urteil ist jedoch noch nicht endgültig und kann angefochten werden.



