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Vertrauen im Tief: Mehrheit der Deutschen zweifelt an der Handlungsfähigkeit des Staates

  • vor 26 Minuten
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Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes (dbb) verdeutlicht einen deutlichen Vertrauensverlust in die Leistungsfähigkeit des Staates. Lediglich 17 Prozent der Bevölkerung sind der Ansicht, dass staatliche Institutionen ihre Aufgaben zuverlässig bewältigen können. Damit erreicht das Vertrauen einen neuen Tiefstand. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Mehrheit sieht den Staat überfordert


Nach den Ergebnissen der vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführten Erhebung sind 79 Prozent der Befragten überzeugt, dass der Staat mit der Vielzahl an Herausforderungen nicht mehr ausreichend zurechtkommt. Unter Beamtinnen und Beamten fällt die Einschätzung etwas positiver aus: Dort sprechen 36 Prozent dem Staat die notwendige Handlungsfähigkeit zu.


Unterschiede je nach politischer Orientierung


Die Bewertung des Staates hängt auch von der Parteipräferenz ab. Das größte Vertrauen zeigen Anhängerinnen und Anhänger der Union mit 38 Prozent, gefolgt von der SPD mit 33 Prozent sowie den Grünen mit 26 Prozent. Deutlich skeptischer äußern sich Unterstützende der Linken, von denen lediglich 14 Prozent Vertrauen bekunden. Den niedrigsten Wert verzeichnet die AfD-Anhängerschaft mit lediglich 2 Prozent.


Verschiebung der wahrgenommenen Problemfelder


Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich die Einschätzung verändert, in welchen Bereichen der Staat besonders gefordert ist. Während zuvor vor allem die Migrationspolitik als Belastung angesehen wurde, rücken inzwischen andere Themen in den Vordergrund. Besonders häufig werden die Reform des Sozialstaats sowie die Wirtschafts- und Finanzpolitik als Bereiche genannt, in denen staatliches Handeln als unzureichend wahrgenommen wird. Dagegen sehen nur wenige Befragte Defizite bei der Kinderbetreuung (2 Prozent), der Verteidigung (6 Prozent) oder der Infrastruktur (10 Prozent).


Deutliche Warnung des dbb


Der Vorsitzende des dbb, Volker Geyer, bewertet die Ergebnisse der Studie mit großer Sorge. Er bezeichnete die Entwicklung als "eine Katastrophe und einen Weckruf". Weiter erklärte Geyer: "Das ist extrem alarmierend. So kann und darf das nicht weitergehen. Und ein solcher Vertrauensverlust ist eine Gefahr für unsere Demokratie."

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