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Wadephul und Lawrow: Gespräch über das Verhältnis von Russland und Deutschland

vor 13 Stunden
2 Min. Lesezeit

Beim Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow hat Bundesaußenminister Johann Wadephul Russland dazu aufgerufen, seinen bisherigen Kurs gegenüber Deutschland, Europa und der NATO zu ändern. Er forderte die russische Regierung auf, „den gefährlichen Weg der Eskalation gegenüber Deutschland, Europa und der NATO zu verlassen“. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Gleichzeitig habe der CDU-Politiker signalisiert, dass eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Berlin und Moskau grundsätzlich weiterhin möglich sei. Voraussetzung dafür sei allerdings eine grundlegende Änderung der russischen Politik.


Bedingungen für eine Annäherung


Wadephul machte nach Angaben aus deutschen Delegationskreisen deutlich, dass Russland dafür den Angriff auf die Ukraine beenden und sich an einer langfristig stabilen Friedensordnung für Europa beteiligen müsse.


Entscheidend sei demnach die Bereitschaft der russischen Führung, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu beenden und Schritte zu einer dauerhaften Friedenslösung zu unterstützen.


Unterschiedliche Darstellungen zum Zustandekommen


Uneinigkeit herrscht unterdessen darüber, von welcher Seite das Gespräch initiiert wurde. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass erklärt, Deutschland habe um das Treffen gebeten.


Aus deutschen Delegationskreisen wurde am Rande des UN-Treffens hingegen eine andere Darstellung bekannt. Demnach habe Lawrow über Drittstaaten Gesprächsbereitschaft erkennen lassen. Die deutsche Regierung habe darauf reagiert, woraufhin Wadephul erstmals einem direkten Treffen zugestimmt habe.


Lawrows Sicht auf das Gespräch


Lawrow bestätigte wiederum, dass die deutsche Seite den Termin erst am Tag zuvor und damit „letzter Minute“ angefragt habe. Der russische Außenminister schilderte zudem seinen persönlichen Eindruck von der Begegnung. Im Gespräch sei bei ihm „der Eindruck, dass eine solche unterschwellige Botschaft mitschwang: Ich bin zu Ihnen gekommen, ich habe mich zu Ihnen herabgelassen“ entstanden.


Nach Lawrows Darstellung habe Wadephul offenbar erwartet, dass Russland im Gegenzug für die Gespräche Zugeständnisse mache. Dabei habe es seiner Einschätzung nach sowohl um den Krieg in der Ukraine als auch um die Situation der Schifffahrt im Schwarzen Meer gegangen.

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