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Weinstein erneut verurteilt: Früherer Hollywood-Produzent erhält 15 Jahre Haft

vor 19 Stunden
2 Min. Lesezeit

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist in einem erneut verhandelten Sexualstrafverfahren zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Der inzwischen 74-Jährige befindet sich bereits seit mehreren Jahren in Haft. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Weinstein-Fall wurde zum Auslöser der #MeToo-Bewegung


Die Vorwürfe gegen den einst einflussreichen Filmproduzenten hatten weitreichende Folgen. Zahlreiche Frauen beschuldigten Weinstein vor rund einem Jahrzehnt der sexuellen Belästigung und Vergewaltigung. Die Anschuldigungen lösten international eine Debatte über sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch aus.


Unter dem Begriff #MeToo entstand daraus eine weltweite Bewegung. In zahlreichen Ländern berichteten Menschen über eigene Erfahrungen mit sexueller Gewalt oder Belästigung und machten entsprechende Vorwürfe öffentlich.


Erstes Urteil wurde aufgehoben


Bereits im Jahr 2020 war Weinstein in New York in einem Verfahren zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Mittelpunkt standen damals die Aussagen von zwei Frauen. Die Verurteilung erfolgte unter anderem wegen Vergewaltigung und krimineller sexueller Handlungen. Vier Jahre später hob ein Gericht das Urteil jedoch wegen Fehlern im ursprünglichen Verfahren auf. Damit musste der Fall erneut vor Gericht verhandelt werden.


Jury fällt unterschiedliches Urteil


Der neue Prozess endete im Sommer 2025 mit unterschiedlichen Entscheidungen der Geschworenen. In einem Anklagepunkt im Zusammenhang mit schweren Sexualverbrechen wurde Weinstein schuldig gesprochen. Bei einem weiteren Vorwurf gegen eine zweite Frau kam die Jury dagegen zu einem Freispruch. Über den dritten Anklagepunkt, der eine Vergewaltigung betraf, konnten sich die Geschworenen nicht auf ein gemeinsames Urteil verständigen.


Separates Verfahren in Kalifornien


Unabhängig davon war Weinstein auch in Kalifornien strafrechtlich verfolgt worden. Dort erhielt er in einem separaten Verfahren eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren. Auch gegen diese Verurteilung ging er juristisch vor. Ein kalifornisches Berufungsgericht entschied im Juni, den Schuldspruch nicht aufzuheben. Das Gericht bestätigte damit die Verurteilung aus dem Jahr 2022, verlangte jedoch eine erneute Festsetzung des Strafmaßes. In dem Verfahren in Los Angeles war Weinstein im Dezember 2022 in drei Anklagepunkten wegen Sexualverbrechen schuldig gesprochen worden. Einer der Vorwürfe betraf eine Vergewaltigung.

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