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Deutsche Wirtschaft vor Erholung: Institute erwarten deutlich stärkeres Wachstum als bislang prognostiziert

vor 17 Stunden
1 Min. Lesezeit

Für die deutsche Wirtschaft zeichnet sich im kommenden Jahr eine kräftigere Erholung ab als bislang erwartet. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrer aktuellen Herbstprognose mit einem Wachstum von 1,3 Prozent. Noch im Frühjahr hatten sie lediglich ein Plus von 0,6 Prozent vorhergesagt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Exporte und Industrie als wichtige Treiber


Ausschlaggebend für die bessere Einschätzung sind vor allem die Entwicklungen im Außenhandel und in der Industrie. Nach Angaben der Institute legten sowohl die deutschen Ausfuhren als auch die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe „überraschend stark“ zu.


Eine Rolle spielt dabei die stabile Entwicklung der Weltwirtschaft. Hinzu kommt die weiterhin hohe Nachfrage im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig verschafften Produktionsausfälle bei Wettbewerbern aus der Golfregion deutschen Unternehmen zusätzliche Absatzmöglichkeiten. Hintergrund waren erhebliche Produktionsprobleme infolge des Iran-Kriegs.


Energiekrise belastet weiterhin


Der Krieg hinterließ allerdings auch negative Spuren in Deutschland. Insbesondere der dadurch ausgelöste Anstieg der Energiepreise wirkte sich dämpfend auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.


Die gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Heizöl haben sich den Instituten zufolge bislang jedoch nur in begrenztem Umfang auf die Preise anderer Waren und Dienstleistungen übertragen.


Erholung bleibt anfällig


Trotz der verbesserten Wachstumsperspektiven sehen die Wirtschaftsforscher keinen breit getragenen Aufschwung. Die wirtschaftliche Erholung sei weiterhin fragil und von erheblichen Belastungen geprägt.


Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle fasst die Situation so zusammen: „auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten“.

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