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Wassersicherheit in Deutschland: Zahl der Ertrunkenen erreicht höchsten Stand seit 2019

Die Zahl der tödlichen Badeunfälle in Deutschland hat im letzten Jahr einen traurigen Höhepunkt erreicht: Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verloren mindestens 411 Menschen ihr Leben im Wasser – so viele wie seit 2019 nicht mehr. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Häufig wären diese Tragödien vermeidbar gewesen, denn viele unterschätzen laut DLRG die Risiken. Weitere Gründe für die Todesfälle sind unter anderem der Einfluss von Alkohol, fehlende Schwimmkenntnisse und eine gefährliche Selbstüberschätzung.


Binnengewässer besonders betroffen


Ein Großteil der tödlichen Vorfälle ereignete sich in Flüssen, Seen und Teichen. Während die Zahl der Todesopfer in stehenden Gewässern wie Seen leicht rückläufig war – 146 Menschen starben hier im Vergleich zu 152 im Vorjahr –, gab es in fließenden Gewässern wie Flüssen einen Anstieg: 161 Menschen kamen dort ums Leben, im Vorjahr waren es 147. DLRG-Präsidentin Ute Vogt warnt: „Vor allem Flüssen sind sehr, sehr gefährliche Orte, um Schwimmen zu gehen.“


Wer ist besonders gefährdet?


Die Analyse der Opfer zeigt ein klares Bild: Rund drei Viertel der Ertrunkenen waren männlich. Besonders häufig betroffen waren Personen über 50 Jahre. Damit stehen ältere Männer statistisch gesehen besonders im Fokus.


Flüsse: Tödliche Strömung


Flüsse gelten als besonders gefährlich – nicht nur wegen ihrer oft unterschätzten Strömung, die sich rasch verändern kann. Auch künstliche Strukturen wie Wehre stellen eine große Gefahr dar. Die DLRG empfiehlt daher, das Schwimmen in Flüssen generell zu vermeiden, besonders in größeren und unübersichtlichen Gewässern.


Im Meer lauern unsichtbare Gefahren


Auch das Baden im Meer birgt Risiken: Strömungen können Schwimmer:innen unbemerkt vom Ufer wegziehen. Die DLRG rät deshalb dringend, ausschließlich an überwachten Stränden zu baden und auf die dortigen Warnsignale und Flaggen zu achten.


Auch Seen sind nicht ungefährlich


Was viele unterschätzen: Selbst in ruhigen Badeseen können gefährliche Strömungen auftreten – und diese sind oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Besonders im Frühsommer ist das Wasser noch sehr kalt, was zu Kreislaufversagen führen kann.


Risiko Selbstüberschätzung


Viele Badende trauen sich zu viel zu – etwa bei der Durchquerung eines Sees oder beim Schwimmen gegen die Strömung. Dabei wird die eigene Kondition oder Schwimmfähigkeit häufig überschätzt – mit teils tödlichen Folgen.

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