top of page

Wildtierbestände schrumpfen: Dramatischer Rückgang der weltweiten Tierpopulationen seit 1970

vor 17 Minuten
2 Min. Lesezeit

Die Zahl vieler Wirbeltiere auf der Erde ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Bericht des WWF hervor. Zwischen 1970 und 2022 verringerte sich die Größe der untersuchten Populationen im Durchschnitt um 73 Prozent. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Tieren, die in Süßwasser leben. In Flüssen, Seen und vergleichbaren Lebensräumen gingen die Bestände durchschnittlich um 85 Prozent zurück. Bei Landtieren betrug der Rückgang 69 Prozent, während die Populationen von Meerestieren um durchschnittlich 59 Prozent abnahmen.


Menschlicher Einfluss als Hauptursache


Für die Entwicklung sind nach Einschätzung des WWF vor allem menschliche Aktivitäten verantwortlich. Insbesondere die Art und Weise, wie Lebensmittel produziert, Energie gewonnen und wirtschaftliche Prozesse organisiert werden, trägt zum Verlust und zur Verschlechterung natürlicher Lebensräume bei.


Süßwasserarten sind beispielsweise durch verschmutzte Gewässer bedroht. Auch Flussbegradigungen, Kanalisierungen und der Bau von Staudämmen verändern ihre Lebensbedingungen und können die natürlichen Lebensräume erheblich beeinträchtigen.


Wälder verschwinden weiter


Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Zerstörung von Wäldern. Der WWF sieht den fortschreitenden Verlust natürlicher Lebensräume als einen wesentlichen Grund für den Rückgang der Tierbestände. Zwischen 1990 und 2020 wurden weltweit schätzungsweise 420 Millionen Hektar Wald zerstört. Ein großer Teil dieser Flächen wurde anschließend für landwirtschaftliche Zwecke genutzt.


Grundlage der Untersuchung


Die Zahlen des WWF basieren unter anderem auf dem Living Planet Index, der von der Zoologischen Gesellschaft London erstellt wird. Der Index dokumentiert seit 1970 die Entwicklung von Wirbeltierpopulationen auf der ganzen Welt. In die Auswertung fließen Daten zu insgesamt 5.790 Arten ein. Dazu gehören Säugetiere, Vögel, Fische, Reptilien und Amphibien. Nach Angaben des WWF deckt der Datensatz damit rund 7,4 Prozent der bekannten Wirbeltierarten ab.

bottom of page