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Wildunfälle im Herbst: So schützt ihr euch im Straßenverkehr

vor 4 Stunden
2 Min. Lesezeit

Mit der bevorstehenden Zeitumstellung verändern sich die Lichtverhältnisse auf den Straßen. Besonders in den frühen Morgenstunden und am Abend wird es früher dunkel – eine Zeit, in der Wildtiere häufig unterwegs sind. Dadurch nimmt auch die Gefahr zu, dass plötzlich ein Reh, ein Wildschwein oder ein anderes Tier auf die Fahrbahn läuft. Mehr dazu im LSJonline-Mittagsmagazin.


Vor allem im Herbst ist deshalb erhöhte Vorsicht gefragt, denn viele Menschen sind genau zu diesen Zeiten mit dem Auto unterwegs.


Sicher unterwegs: Diese Vorsichtsmaßnahmen helfen


Mit einer vorausschauenden Fahrweise lässt sich das Risiko eines Wildunfalls verringern. Achtet insbesondere auf folgende Punkte:

  • Fahrt in der Nähe von Wäldern, Wiesen und Feldern besonders aufmerksam.

  • Behaltet die Straßenränder im Blick und achtet auf mögliche Anzeichen für Tiere, beispielsweise reflektierende Augen.

  • Passt eure Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen an und fahrt bei Dunkelheit sowie in der Dämmerung langsamer.

  • Beachtet Warnschilder, die auf Wildwechsel hinweisen.

  • Seid jederzeit darauf vorbereitet, sofort bremsen zu müssen.


Wildtier am Straßenrand entdeckt – was nun?


Taucht plötzlich ein Tier vor euch auf, ist besonnenes Handeln entscheidend. So verhaltet ihr euch richtig:

  • Bremst möglichst kontrolliert und zügig ab.

  • Blendet bei entgegenkommendem Verkehr das Fernlicht ab und nutzt die Hupe, um das Tier gegebenenfalls zu warnen.

  • Verzichtet auf riskante Ausweichmanöver, da dadurch gefährliche Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder Hindernissen entstehen können.

  • Geht nicht davon aus, dass das Tier von selbst verschwindet oder in den Wald zurückläuft.

  • Rechnet damit, dass weitere Tiere folgen könnten.


Nach einer Kollision: Schritt für Schritt vorgehen


Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß, solltet ihr die Unfallstelle absichern und weitere Gefahren vermeiden.

  1. Bewahrt Ruhe und verschafft euch einen Überblick über die Situation.

  2. Sichert die Unfallstelle mit Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreieck.

  3. Prüft, ob Menschen verletzt wurden. Wählt bei Verletzungen die 112 und leistet Erste Hilfe.

  4. Informiert die Polizei unter 110 und gebt euren genauen Standort durch.

  5. Haltet Abstand zum Wildtier. Berührt es nicht, da Verletzungen und Infektionen möglich sind.

  6. Verfolgt kein geflüchtetes Tier und versucht nicht, es selbst vom Unfallort zu entfernen.

  7. Dokumentiert den Schaden möglichst mit Fotos vom Fahrzeug, dem Unfallort und dem Tier, sofern dies gefahrlos möglich ist.

  8. Wartet an einem sicheren Ort auf die Polizei.

  9. Lasst euch eine Wildunfallbescheinigung ausstellen, die ihr für die Schadensregulierung bei eurer Versicherung benötigt.


Was geschieht mit verletzten oder geflüchteten Tieren?


Nicht jedes Tier bleibt nach einer Kollision an der Unfallstelle liegen. Auch wenn es davonläuft, kann es schwere Verletzungen erlitten haben.


Deshalb sollte die Polizei immer verständigt werden. Sie kann die zuständigen Jagdausübungsberechtigten oder Jägerinnen und Jäger informieren. Diese kümmern sich darum, das betroffene Tier aufzuspüren und gegebenenfalls von seinem Leid zu erlösen.

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