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Wohnungen werden teurer: Mietpreise steigen bundesweit – München bleibt Spitzenreiter

vor 36 Minuten
2 Min. Lesezeit

Eine spürbare Entspannung auf dem deutschen Wohnungsmarkt ist für Studierende derzeit nicht in Sicht. Die durchschnittlichen qualitätsbereinigten Mieten für studentischen Wohnraum lagen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 2,6 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das geht aus dem aktuellen Studentenwohnreport von MLP und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Deutliche Unterschiede zwischen den Hochschulstädten


Wie viel Studierende für eine Wohnung oder ein Zimmer zahlen müssen, hängt stark vom jeweiligen Hochschulstandort ab. Für den Vergleich betrachtet der Report unter anderem eine beispielhafte 30-Quadratmeter-Wohnung sowie ein 20 Quadratmeter großes WG-Zimmer.


Besonders hoch fallen die Wohnkosten in München aus. Für die Musterwohnung werden dort monatlich etwa 880 Euroveranschlagt. Dahinter folgen Berlin, Frankfurt und Köln. Auch Hamburg und Heidelberg gehören mit Preisen von ungefähr 700 bis 720 Euro zu den teureren Standorten. Ganz anders sieht die Situation in Chemnitz aus: Dort liegt die Vergleichsmiete für die Musterwohnung bei lediglich rund 280 Euro im Monat.


Große Preisspanne auch bei WG-Zimmern


Auch bei den simulierten WG-Zimmern zeigt sich ein erhebliches Gefälle. Während in München rund 850 Euro monatlich angesetzt werden, müssen Studierende in Chemnitz für das entsprechende Vergleichszimmer nur etwa 220 Euro einkalkulieren.


Hamburg und Saarbrücken mit stärksten Anstiegen


Auch bei der Entwicklung der Mieten in den vergangenen drei Jahren gibt es deutliche Differenzen. Die stärksten durchschnittlichen jährlichen Zuwächse wurden laut Report in Hamburg und Saarbrücken mit jeweils 5,8 Prozent registriert. Bochum folgt mit einem jährlichen Plus von 5,5 Prozent.


BAföG-Zuschuss reicht vielerorts nicht aus


Für Studierende mit BAföG zeigt sich zudem eine finanzielle Lücke: Die im BAföG vorgesehene Wohnkostenpauschale von 380 Euro reicht nach den Berechnungen des Reports nur in Chemnitz aus, um die komplette Miete der betrachteten 30-Quadratmeter-Wohnung abzudecken.

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