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Älter werden ohne Abbau: Forschung stellt verbreitete Vorstellungen vom Altern infrage

  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Das höhere Lebensalter wird häufig mit einem fortschreitenden Verlust körperlicher und geistiger Fähigkeiten verbunden. Eine aktuelle Studie von Forschenden der Yale University zeichnet jedoch ein anderes Bild. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Ältere Menschen können sich im Verlauf der Jahre durchaus weiterentwickeln – und entscheidend dafür scheint zu sein, welche Einstellung sie selbst zum Älterwerden haben.


Langzeitdaten zeigen überraschende Entwicklungen


Die leitende Wissenschaftlerin Becca R. Levy, PhD, Professorin für Sozial- und Verhaltenswissenschaften an der Yale School of Public Health (YSPH), wertete mehr als zehn Jahre Daten aus einer großen, landesweit repräsentativen Studie über ältere Erwachsene in den USA aus.


Das Ergebnis war bemerkenswert: Fast die Hälfte der Menschen ab 65 Jahren zeigte im Beobachtungszeitraum messbare Fortschritte – entweder in ihrer geistigen Leistungsfähigkeit, ihrer körperlichen Fitness oder in beiden Bereichen gleichzeitig.


Dabei handelte es sich nicht nur um einzelne Ausnahmen. Die Verbesserungen traten bei vielen Teilnehmenden auf und standen auffällig häufig mit einem Faktor in Verbindung, der bisher wenig Beachtung fand: die persönliche Haltung zum Altern. "Viele Menschen setzen das Altern mit einem unvermeidlichen und kontinuierlichen Verlust körperlicher und kognitiver Fähigkeiten gleich", sagte Dr. Levy. "Wir haben herausgefunden, dass Verbesserungen im späteren Leben nicht selten sind, sie sind häufig und sollten in unser Verständnis des Alterungsprozesses einbezogen werden."


Mehr als 11.000 Teilnehmende über Jahre beobachtet


Für ihre Analyse nutzten die Forschenden Daten der Health and Retirement Study, einer vom Staat unterstützten Langzeitbefragung älterer US-Amerikaner. Insgesamt wurden über 11.000 Personen in die Untersuchung einbezogen.

Die Forschenden beobachteten zwei zentrale Bereiche: Kognitive Leistungsfähigkeit und körperliche Leistungsfähigkeit.


Letztere wird von Fachärzten der Geriatrie oft als eine Art „Lebenszeichen“ betrachtet, weil sie stark mit Risiken wie Behinderung, Krankenhausaufenthalten und Sterblichkeit zusammenhängt.

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