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Alkohol in der EU: Hoher Konsum führt zu tausenden Krebsfällen und Milliardenkosten

  • 14. Okt. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

In keinem anderen Teil der Erde wird so viel Alkohol konsumiert wie innerhalb der Europäischen Union. Diese Gewohnheit hat gravierende Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Krebs – die häufigste Todesursache in Europa


Inzwischen ist Krebs in der EU die Todesursache Nummer eins. Laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden allein im Jahr 2020 111.300 neue Krebsfälle auf Alkoholkonsum zurückgeführt. „Alkohol verursacht mindestens sieben Krebsarten“, heißt es im aktuellen WHO-Handbuch zur Krebsprävention, das am heutigen Dienstag vorgestellt wird.


Hohe Zahl an Todesfällen und enorme Kosten


Mehr als 93.000 Menschen verloren im selben Jahr ihr Leben an Krebserkrankungen, die auf Alkoholkonsum zurückgingen. Besonders häufig betroffen waren Darm-, Brust- sowie Mundhöhlenkrebs. Rund 70 Prozent der Betroffenen waren Männer.


Auch wirtschaftlich ist die Belastung enorm: Im Jahr 2018 beliefen sich die Kosten aufgrund vorzeitiger Todesfälle auf 4,58 Milliarden Euro. Ausgaben für medizinische Behandlungen wie Krankenhausaufenthalte sind darin noch nicht enthalten.


WHO empfiehlt strengere Maßnahmen


Die Fachleute der WHO haben verschiedene Strategien untersucht, um den Alkoholkonsum zu senken. Besonders wirksam zeigten sich höhere Alkoholsteuern, Werbebeschränkungen und eine Anhebung des Mindestalters für den Konsum.


Diese Maßnahmen führen nicht nur zu weniger Alkoholkonsum, sondern senken auch das Risiko alkoholbedingter Krebserkrankungen deutlich. Daher fordert die WHO verschärfte Regelungen, um der Entstehung von Alkoholerkrankungen vorzubeugen.

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