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Ausbildungsreport 2026: Mentale Belastung und sinkende Zufriedenheit setzen Azubis zunehmend unter Druck

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Die mentale Gesundheit junger Menschen rückt in der beruflichen Ausbildung stärker in den Fokus. Das zeigt der aktuelle Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Mehr als die Hälfte der Befragten – 50,6 Prozent – berichtet von psychischen Belastungen. Nach Einschätzung des DGB steht das Thema in engem Zusammenhang mit den Bedingungen und der Qualität der Ausbildung.


Gute Betreuung macht einen Unterschied


Besonders deutlich wird der Einfluss der Betreuung durch das Ausbildungspersonal. Wenn Ausbilder für die Jugendlichen gut erreichbar sind, fühlen sich lediglich 8,5 Prozent von ihnen stark belastet. Bei seltenem oder fehlendem Kontakt steigt dieser Anteil dagegen auf 36 Prozent.


DGB-Bundesjugendsekretärin Krüger bezeichnete diese Entwicklung als „deutliches Warnsignal“. Sie sieht vor allem bei der fachlichen Begleitung Handlungsbedarf: „Das zeigt: Gute fachliche Anleitung ist der Kern guter Ausbildung und dafür sollte auch mehr Personal von Arbeitgebern bereitgestellt werden“, sagte Krüger.


DGB verlangt bessere Vorbereitung


Um Auszubildende künftig besser unterstützen zu können, spricht sich der Gewerkschaftsbund für zusätzliche Qualifizierungsangebote aus. Gefordert werden „verbindliche Fort- und Weiterbildungen für mentale Gesundheit, für das Ausbildungspersonal und Berufsschullehrkräfte“.


Aus Sicht des DGB sollten Personen, die junge Menschen ausbilden oder unterrichten, psychische Belastungen frühzeitig erkennen können. Gleichzeitig müssten sie wissen, welche Hilfsangebote zur Verfügung stehen und wie betroffene Auszubildende Unterstützung erhalten können.


Zufriedenheit erreicht neuen Tiefpunkt


Nicht nur die mentale Gesundheit sorgt für Aufmerksamkeit. Auch die allgemeine Zufriedenheit mit der Ausbildung ist zurückgegangen. Zwar bewerten 65,7 Prozent der Befragten ihre Ausbildung weiterhin positiv – damit sind rund zwei Drittel zufrieden. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das jedoch einem Minus von beinahe sechs Prozentpunkten. Damit liegt die Zufriedenheit auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Ausbildungsreport-Erhebungen.


Mehr als 13.000 Auszubildende befragt


Die Ergebnisse basieren auf einer umfangreichen Befragung. Für den Ausbildungsreport 2026 wurden nach Angaben des DGB über einen Zeitraum von zwölf Monaten bis Mai 2026 insgesamt 13.227 Auszubildende befragt.


Einbezogen wurden Jugendliche aus den 25 dualen Ausbildungsberufen, in denen die meisten Ausbildungsverhältnisse bestehen. Die Untersuchung liefert damit ein breites Bild über die aktuelle Situation junger Menschen in der beruflichen Ausbildung.

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