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Gasspeicher: Niedrige Füllstände und hohe Einkaufspreise sorgen für wachsende Sorgen

  • vor 6 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Die deutschen Gasspeicher sind derzeit lediglich zu rund 50 Prozent gefüllt. Das sorgt bei Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur für zunehmende Aufmerksamkeit. Beide Behörden appellieren an die Marktakteure, die vorhandenen Kapazitäten stärker zu nutzen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


„Wir beobachten die Lage genau, auch im geopolitischen Kontext, und fordern die Händler auf einzuspeichern“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums.


Bundesnetzagentur sieht Handlungsbedarf


Auch Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, bewertet den aktuellen Füllstand kritisch. Nach seinen Angaben wurde die Marke von 50 Prozent in diesem Jahr deutlich später erreicht als 2025. „50 Tage später als im Vorjahr haben die deutschen Gasspeicher die 50-Prozent-Befüllung geschafft“, schrieb er auf der Plattform X. Müller verwies zugleich auf die Verantwortung der Gashändler. Sie müssten sicherstellen, dass ihre Kund:innen ausreichend für die bevorstehende Heizperiode versorgt seien.


Hohe Einkaufspreise erschweren die Vorratshaltung


Für die Händler ist das Auffüllen der Speicher momentan allerdings mit höheren Kosten verbunden. Üblicherweise wird Gas in den Sommermonaten eingekauft, wenn die Preise niedriger sind. Im Winter kann es dann zu höheren Preisen wieder verkauft werden.


Aktuell ist dieser saisonale Vorteil jedoch begrenzt. Die weiterhin eingeschränkten Transporte durch die Straße von Hormus bremsen den Schiffsverkehr und damit auch die Versorgung mit Öl und Gas. Das hält die Energiepreise vergleichsweise hoch – selbst während der Sommermonate.


Verbraucher könnten höhere Kosten erwarten


Die niedrigen Speicherstände beschäftigen auch die Verbraucherverbände. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen warnt vor möglichen Preissteigerungen für Gaskund:innen während der kommenden Heizsaison. „Niedrige Speicherstände würden die bereits angespannte Lage auf den Energiemärkten in der kommenden Heizsaison weiter verschärfen“, sagte Vorständin Ramona Pop der „Rheinischen Post“.


Nach Einschätzung von Pop könnten insbesondere private Haushalte mit zusätzlichen Belastungen rechnen. Sie empfiehlt Verbraucher deshalb, ihre Gasverträge genauer zu prüfen. Dabei sollte insbesondere darauf geachtet werden, ob eine vereinbarte Preisbindung auch über die Wintermonate hinaus gilt.

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