Meta vor Gericht: Milliardenklage wegen Vorwürfen zum Umgang mit minderjährigen Nutzern
- vor 2 Tagen
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Für Meta beginnt in den USA ein Verfahren mit weitreichenden möglichen Konsequenzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Einfluss Facebook und Instagram auf minderjährige Nutzer haben. Sollte der Konzern unterliegen, könnten hohe Schadensersatzzahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe ebenso wie Einschränkungen bestimmter Plattformfunktionen drohen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Vorwürfe gegen Facebook und Instagram
Mehrere Bundesstaaten beschuldigen Meta, junge Menschen gezielt zu einer besonders intensiven Nutzung seiner sozialen Netzwerke gebracht zu haben. Gleichzeitig soll das Unternehmen mögliche Gefahren gegenüber Eltern und der Öffentlichkeit heruntergespielt oder zurückgehalten haben.
Meta bestreitet die Anschuldigungen. Unternehmensanwalt Paul Schmidt verwies darauf, dass Kinder unter 13 Jahren die Dienste eigentlich nicht verwenden dürften. Dennoch würden einige Nutzer bei der Altersangabe falsche Informationen machen. Zudem sei es gerade für Jugendliche nicht immer einfach, ihre eigene Bildschirm- und Nutzungszeit zu begrenzen.
Der Konzern erklärte außerdem, die Sicherheit seiner Plattformen fortlaufend verbessern zu wollen.
Whistleblower berichtet von Erfahrungen seiner Tochter
Zu Beginn des Verfahrens sagte Arturo Béjar aus. Der frühere Facebook-Mitarbeiter tritt mittlerweile als Kritiker des Unternehmens und Whistleblower auf. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 2015 habe er durch die Erfahrungen seiner damals 14-jährigen Tochter mit Instagram erneut auf problematische Entwicklungen aufmerksam werden können.
Nach seinen Angaben erhielt sie über die Plattform unter anderem sexuelle Angebote sowie Bilder von Genitalien. Béjar kehrte deshalb 2019 als Berater zu Meta zurück. Sein Ziel sei es gewesen, den Schutz junger Nutzer zu verbessern.
Später habe er die Unternehmensführung darauf hingewiesen, dass Jugendliche seiner Einschätzung nach zwischen 100- und 400-mal häufiger mit schädlichen Inhalten konfrontiert würden, als es die internen Statistiken des Unternehmens erkennen ließen.
Sechs Wochen Prozess in Kalifornien
Verhandelt wird der Fall vor einem Geschworenengericht im kalifornischen Oakland. Das Verfahren ist auf rund sechs Wochen angesetzt. Die Eröffnungsplädoyers fanden am Dienstag statt. Im weiteren Verlauf sollen prominente Meta-Vertreter aussagen. Dazu gehören Unternehmensgründer und CEO Mark Zuckerberg sowie Adam Mosseri, der Chef von Instagram.

