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Besorgniserregende Zahlen: Jeder vierte drogenbedingte Tod betrifft Menschen unter 30

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist erneut gestiegen. Besonders auffällig ist, dass immer mehr junge Menschen betroffen sind. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Drogentote auf hohem Niveau


Im Jahr 2025 verloren 2.150 Menschen in Deutschland infolge des Konsums illegaler Drogen ihr Leben. Damit liegt die Zahl erneut auf einem sehr hohen Niveau. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 wurden 2.137 Drogentote registriert. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, sprach von einem Rekordniveau der Todesfälle. Besonders alarmierend ist, dass jede vierte drogenbedingte Todesfolge Menschen unter 30 Jahren betrifft.


Junge Menschen besonders betroffen


Streeck äußerte sich besorgt über die Entwicklung bei jungen Konsumentinnen und Konsumenten: „Besonders erschüttert mich, dass die Opfer immer jünger werden.“ Seit 2021 ist die Zahl der Drogentoten unter 30 Jahren um mehr als die Hälfte gestiegen. Bei den unter 20-Jährigen hat sie sich beinahe verdoppelt.


Gefährliche Mischungen als Risikofaktor


Nach Einschätzung Streecks tragen nicht nur illegale Drogen zu dieser Entwicklung bei. Auch der kombinierte Konsum verschiedener Substanzen wie Medikamente, Alkohol sowie anderen psychoaktiven Substanzen spielt eine große Rolle. Solche Mischungen können lebensgefährliche Wechselwirkungen hervorrufen und das Risiko einer tödlichen Überdosierung deutlich erhöhen.


Forderung nach mehr Prävention und früher Hilfe


Angesichts der hohen Zahl junger Betroffener fordert Streeck eine stärkere Ausrichtung auf Prävention und frühzeitige Unterstützung: „Wenn fast jeder vierte Drogentote unter 30 ist, dann darf unsere Antwort nicht Betroffenheit sein, sondern es braucht auch Konsequenzen: mehr Prävention, frühere Hilfe und ein Hilfesystem, das Menschen rechtzeitig erreicht.“


Er betonte zudem die Bedeutung eines leistungsfähigen Suchthilfesystems: „Wir haben in Deutschland ein gutes Suchthilfesystem, aber wir dürfen es nicht kaputtsparen.“


Unterstützung für Jugendliche und Familien


Besonderes Augenmerk müsse auf junge Menschen gelegt werden. Nach Ansicht Streecks brauche es ausreichend Entzugs- und Therapieplätze für Jugendliche sowie eine stärkere Begleitung der Familien. Diese Hilfen sollten möglichst früh ansetzen, um gefährdete Personen zu erreichen, bevor sich problematischer Konsum verfestigt oder tödliche Folgen eintreten.

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