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Hitzefolgen in Deutschland: Bereits rund 5.100 Todesfälle bis Ende Juni

  • vor 1 Stunde
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Nach aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Institut sind in Deutschland bis zum Ende des Monats Juni rund 5.100 Menschen infolge der außergewöhnlichen Hitze verstorben. Damit liegt die Zahl bereits jetzt über den Gesamtwerten mancher früherer Jahre. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Ältere Menschen besonders betroffen


Die Auswertung des RKI zeigt, dass vor allem ältere Menschen durch hohe Temperaturen gefährdet sind. Mehr als vier Fünftel der erfassten Hitzetodesfälle entfallen auf Personen, die älter als 75 Jahre sind.


Auch bei der Verteilung nach Geschlecht ergeben sich Unterschiede: Es sterben mehr Frauen als Männer an den Folgen extremer Hitze. Fachleute führen dies jedoch vor allem darauf zurück, dass Frauen in den höheren Altersgruppen zahlenmäßig stärker vertreten sind.


Unsicherheiten bei der Bewertung


Das Science Media Center in Köln weist darauf hin, dass die Ermittlung von Hitzetodesfällen mit zahlreichen Unsicherheiten verbunden ist. Bei der Einschätzung spielen verschiedene Einflussfaktoren eine Rolle, etwa direkte gesundheitliche Folgen wie ein Hitzschlag.


Kälte verursacht bislang mehr Todesfälle


Nach Einschätzung von Alexandra Schneider, Leiterin der Forschungsgruppe Umweltrisiken am Helmholtz Zentrum München, ist in Europa derzeit noch die Kälte für mehr Todesfälle verantwortlich als die Hitze. „Das ändert sich allerdings mit der globalen Erwärmung.“


Folgen für das Gesundheitssystem


Schneider betont, dass die Diskussion nicht allein auf Todesfälle beschränkt bleiben sollte. Ebenso berücksichtigt werden sollten hitzebedingte Erkrankungen, Krankenhauseinweisungen sowie die Belastung des Gesundheitssystems.


Darüber hinaus entstehen durch extreme Hitze erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten. Diese Auswirkungen sollten nach Ansicht der Expertin stärker in die öffentliche Debatte einbezogen werden.

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