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Besuch in Kiew: Merz kündigt Militärhilfe und Milliardeninvestitionen für die Ukraine an

vor 13 Stunden
1 Min. Lesezeit

Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Sonntag unangekündigt zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Begleitet wird er von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie zehn Vertreterinnen und Vertretern deutscher Unternehmen aus der Rüstungs- und Energiebranche. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Unterstützung bei der Drohnenabwehr


Im Mittelpunkt der Gespräche steht offenbar die militärische Unterstützung der Ukraine. Nach Informationen aus Regierungskreisen plant Merz, der ukrainischen Seite die zeitnahe Lieferung von mehreren Tausend Abfangdrohnen zuzusagen. Diese sollen insbesondere gegen russische Kampfdrohnen mit Düsenantrieb eingesetzt werden, die wegen ihrer hohen Geschwindigkeit als besonders schwer zu bekämpfen gelten.


Darüber hinaus soll die Kooperation bei der Entwicklung und Herstellung von Waffen mit größerer Reichweite ausgebaut werden. Ziel ist es, damit auch militärisch relevante Nachschubwege weit hinter der Front auf russischem Gebiet erreichen zu können.


Eine Milliarde Euro für Rüstung


Für die geplanten Maßnahmen sollen nach Angaben aus Regierungskreisen rund eine Milliarde Euro aus Mitteln verwendet werden, die bereits im Bundeshaushalt vorgesehen sind. Weitere 350 Millionen Euro sind demnach für die Instandsetzung und den Wiederaufbau beschädigter beziehungsweise zerstörter Kraftwerke vorgesehen.


Reise unter erhöhtem Sicherheitsrisiko


Für Merz ist es bereits der vierte Besuch eines deutschen Bundeskanzlers im ukrainischen Kriegsgebiet seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. Gleichzeitig fällt die Reise in eine Phase besonders angespannter Sicherheitsbedingungen.


In den vergangenen Monaten haben die russischen Angriffe deutlich zugenommen. Neben militärischen Einrichtungen geraten zunehmend zivile Ziele unter Beschuss. Auch die Zahl der Drohnenattacken auf Kiew und auf den ukrainischen Bahnverkehr ist gestiegen. Damit gehört die aktuelle Reise des Bundeskanzlers zu den bislang riskantesten Besuchen deutscher Regierungschefs in der Ukraine.

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