Galeria in der Krise: Warenhauskette beantragt erneut Insolvenzverfahren
Die Warenhauskette Galeria steht erneut vor einer schwierigen finanziellen Situation. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der laufende Betrieb soll zunächst dennoch gesichert werden: Die insgesamt 83 Filialen sollen nach Angaben des Unternehmens weiterhin geöffnet bleiben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Antrag soll Neustart ermöglichen
Galeria sieht in dem Schritt vor allem eine Möglichkeit, die wirtschaftliche Lage neu zu ordnen. In einer Mitteilung erklärte das Unternehmen: „Der Antrag schaffe den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen“.
Warum es zu dem erneuten Insolvenzantrag gekommen ist, ließ Galeria zunächst offen. Auch konkrete Angaben zu den weiteren Maßnahmen machte der Warenhausbetreiber auf Nachfrage nicht.
Zukunft der Filialen ungewiss
Damit ist auch noch nicht absehbar, welche Auswirkungen das Verfahren auf das Filialnetz haben wird. Ob einzelne Warenhäuser aufgegeben werden müssen, steht derzeit nicht fest.
Für die Beschäftigten bedeutet die Entwicklung neue Unsicherheit. Rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden am Freitagvormittag über den Antrag informiert. Für viele von ihnen stellt sich damit erneut die Frage, wie sicher ihre Arbeitsplätze sind.
Auch Insolvenzgeld-Frage offen
Unklar ist zudem, ob die Beschäftigten im Zuge des Verfahrens Anspruch auf Insolvenzgeld haben. Hintergrund ist, dass das Amtsgericht Essen die Planüberwachung aus dem vorherigen Insolvenzverfahren bislang noch nicht beendet hat.
Das Amtsgericht Düsseldorf bestätigte inzwischen, dass der Antrag bei ihm eingegangen ist. Zu Einzelheiten des Verfahrens äußerte sich das Gericht zunächst nicht.

