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BSW: Nach knappem Wahlergebnis kämpft die Partei um eine Neuauszählung der Stimmen

Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 fehlten dem Bündnis Sahra Wagenknecht nur wenige tausend Stimmen für den Sprung ins Parlament. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Rund 9.500 Stimmen trennten die Partei vom Einzug. Aus Sicht des BSW liegt die Ursache in Fehlern bei der Stimmenauszählung. Deshalb fordert die Parteiführung eine erneute Überprüfung des Ergebnisses.


Bisher blieb dieser Vorstoß ohne Erfolg. Nun geht die Partei den letzten juristischen Schritt: Sie will das Bundesverfassungsgericht anrufen. Die entsprechende Wahlprüfungsbeschwerde soll am Montag öffentlich präsentiert werden.


Rascher Aufstieg – dann der Dämpfer


Noch 2024 war das Bündnis politisch im Aufwind. Im Jahr seiner Gründung gelang der direkte Einzug ins Europäische Parlament. Zudem schaffte es die Partei in mehrere Landtage und beteiligte sich an zwei Landesregierungen.


Bei der Bundestagswahl im darauffolgenden Jahr verlief es jedoch anders. Mit 4,981 Prozent der Zweitstimmen blieb das BSW knapp unter der Fünf-Prozent-Marke. Exakt 9.529 Stimmen fehlten, um die Hürde zu überwinden.


Folgen für Einfluss und Wahrnehmung


Das Verpassen des Bundestagseinzugs hatte weitreichende Konsequenzen. Neben dem Verlust politischer Gestaltungsmöglichkeiten auf Bundesebene gingen auch finanzielle Mittel und organisatorische Ressourcen zurück.


Gleichzeitig nahm die mediale Präsenz der Partei spürbar ab. Dieser Bedeutungsverlust spiegelt sich auch in aktuellen Umfragen wider: Bundesweit wird das BSW derzeit nur noch bei etwa drei bis vier Prozent verortet.

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