Frostfolgen in Milliardenhöhe: Härterer Winter verschärft Deutschlands Straßenkrise
- Redaktion Mittagsmagazin

- vor 6 Stunden
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Nach einer Reihe eher milder Winter zeigt sich die kalte Jahreszeit diesmal von ihrer rauen Seite. In vielen Regionen bestimmten Schnee, Glatteis und gefrierender Regen das Bild. Lokal nahmen die Wetterlagen zeitweise dramatische Ausmaße an. Die Folgen: stockender Verkehr, zahlreiche Behinderungen und eine auffällig hohe Zahl an Unfällen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Schäden an Straßen erreichen neue Dimension
Nach Einschätzung des ADAC fallen die Auswirkungen dieses Winters deutlich schwerer aus als in den vergangenen Jahren. Die entstandenen Schäden könnten sich laut Automobilclub sogar „in die Milliarden gehen“. Besonders stark betroffen seien Straßen in kommunaler Verantwortung.
Warum Tauwetter gefährlicher ist als Dauerfrost
Nicht nur extreme Kälte stellt ein Problem dar – kritischer sind häufig Temperaturschwankungen rund um den Gefrierpunkt. Dringt Regen- oder Schmelzwasser in kleine Risse im Asphalt ein und gefriert dort, vergrößert es sein Volumen. Dadurch wird der Belag aufgesprengt. Zurück bleiben Hohlräume, die unter der Last des Verkehrs nachgeben. So entstehen Schlaglöcher, die sich rasch vergrößern.
Enormer Investitionsbedarf schon vor dem Winter
Bereits vor der aktuellen Kälteperiode war die Lage angespannt. Der ADAC verweist auf eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023. Demnach wurden die notwendigen Mittel für Instandsetzung und Ausbau kommunaler Straßen auf etwa 283 Milliarden Euro geschätzt. Schon damals galt rund ein Drittel dieser Verkehrswege als stark sanierungsbedürftig. „Klar ist: Der diesjährige Winter dürfte die finanzielle Situation noch zusätzlich verschärfen“, erklärte der Automobilclub.


