Bundespräsidentenwahl: Immer mehr Frauen als mögliche Nachfolgerinnen von Steinmeier
Die Frage nach der nächsten Besetzung des Bundespräsidentenamtes rückt zunehmend in den Mittelpunkt der politischen Debatte. Am 30. Januar kommt die Bundesversammlung zusammen, um über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier abzustimmen. Dabei werden derzeit insbesondere weibliche Kandidatinnen als mögliche Nachfolgerinnen genannt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Aigner erhält parteiübergreifende Unterstützung
Aus den Reihen der CSU wird die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, als mögliche Kandidatin ins Spiel gebracht. Sie kann offenbar auch auf Zustimmung innerhalb der SPD und der Grünen hoffen. Eine offizielle Positionierung der CDU steht allerdings noch aus. Da sie innerhalb der Union die größere Partei ist, kommt ihr bei der Kandidatenauswahl eine besondere Rolle zu.
In der CDU kursieren ebenfalls mehrere Namen. Zu den möglichen Bewerberinnen zählen Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien, die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sowie Ines Claus, die Vorsitzende der CDU-Fraktion im hessischen Landtag.
Merkel spricht sich für weibliche Nachfolge aus
Auch die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel befürwortet ausdrücklich, dass erstmals eine Frau das Amt des Bundespräsidenten übernimmt. In einem Gespräch mit MagentaTV verwies sie auf die bisherige Geschichte der Bundesrepublik und erklärte: „Es gibt 77 Jahre Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, und es gab noch nie eine Frau als Bundespräsidentin.(...) Ich kenne Menschen, die sind schon geboren und die sind weiblich und die könnten's.“ Merkel sieht damit durchaus geeignete Persönlichkeiten für das höchste Staatsamt. Zugleich stellte sie die Frage, „ob es jetzt nicht mal an der Zeit wäre“.

