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Gescheiterte Hinrichtung in den USA: Christa Pike berichtet von anhaltenden Schmerzen nach Überleben der Giftspritze

vor 4 Stunden
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Nach dem missglückten Hinrichtungsversuch in den USA hat sich Christa Pike erstmals persönlich zu ihrem Schicksal geäußert. In einer Erklärung, die ihre Anwälte veröffentlichten, schilderte die 50-Jährige ihre anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden. Sie habe „keinen einzigen Moment“, in dem sie schmerzfrei sei. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Pike berichtete, dass sie beim Betreten der Hinrichtungskammer davon ausgegangen sei, in Frieden sterben zu können. Umso größer sei der Schock gewesen, als sie sich später allein und orientierungslos in einem Krankenhaus wiedergefunden habe. Mit der Möglichkeit, ihren vorgesehenen Hinrichtungstermin zu überleben, habe sie sich zuvor nicht beschäftigt.


In ihrer Stellungnahme richtete sie zudem ihren Dank an die behandelnden Ärzt und Pflegekräfte, die ihr Leben gerettet hätten. Auch den Menschen, die ihr in dieser schwierigen Situation mit Mitgefühl und Menschlichkeit begegnet seien, sprach sie ihre Anerkennung aus.


Zwei Gaben des tödlichen Mittels überlebt


Der Vorfall ereignete sich im US-Bundesstaat Tennessee. Pike überstand zwei Verabreichungen des Mittels Pentobarbital, das bei der Hinrichtung eingesetzt werden sollte. Anschließend wurde sie in eine Klinik eingeliefert. Dort war eine künstliche Beatmung über mehrere Tage notwendig.


Als mögliche Ursache für das Scheitern gelten Schwierigkeiten beim Legen geeigneter Venenzugänge. Den beteiligten Gefängnismitarbeiter soll es nicht gelungen sein, rechtzeitig funktionierende Zugänge für die Medikamentengabe herzustellen.


Weitere Panne bei Hinrichtungen in Tennessee


Die Behörden haben inzwischen Untersuchungen eingeleitet. Dabei soll geklärt werden, welche Umstände zum gescheiterten Vollzug bei Pike führten und ob Zusammenhänge mit einem vergleichbaren Vorfall im Mai bestehen.


Damals scheiterte die Vorbereitung der Hinrichtung von Tony Carruthers ebenfalls daran, dass Gefängnispersonal keinen geeigneten intravenösen Zugang legen konnte. Als Konsequenz sind sämtliche Hinrichtungen in Tennessee vorerst gestoppt. Die Aussetzung gilt bis zum Ende des Jahres.

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