Erste Zähnchen: Alles, was Eltern über Schmerzen, Pflege und Entwicklung wissen sollten
- Redaktion Mittagsmagazin

- 12. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Die ersten Zähne eines Babys sind ein besonderer Meilenstein – gleichzeitig können sie aber auch ziemlich schmerzhaft sein. Viele Eltern wissen: Das Zahnen bringt quengelige Tage, schlaflose Nächte und manch einen wunden Mund.
Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.
In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige: von den ersten Anzeichen über wirksame Linderung bis hin zur richtigen Pflege der kleinen Milchzähne.
Was passiert beim Zahnen?
Obwohl der Begriff „Zahnen“ harmlos klingt, bedeutet er für Babys oft echten Schmerz. Die winzigen Zähnchen müssen sich durch das Zahnfleisch kämpfen, was Druck, Jucken und Schmerzen verursachen kann. Daher sind viele Babys während dieser Zeit besonders weinerlich, unruhig und manchmal sogar fiebrig. Doch es gibt noch weitere Signale, die auf das Zahnen hinweisen.
Wann tauchen die ersten Zähne auf?
Die Entwicklung der Zähne beginnt bereits im Mutterleib – die Milchzähne liegen hier schon angelegt im Kiefer. Auch die bleibenden Zähne entstehen früh, kommen aber erst Jahre später durch. Im Durchschnitt zeigt sich der erste Zahn etwa um den sechsten Monat. Es gibt allerdings große Unterschiede: Manche Kinder kommen mit kleinen Zähnchen zur Welt, andere erhalten ihren ersten Zahn erst mit einem Jahr.
So wächst das Milchgebiss:
Zunächst brechen die beiden unteren Schneidezähne durch.
Danach folgen die oberen Schneidezähne und die seitlichen Schneidezähne.
Bis zum ersten Geburtstag sind in der Regel alle Schneidezähne sichtbar.
Danach folgen die vorderen Backenzähne, die Eckzähne und zuletzt die hinteren Backenzähne. Mit etwa zweieinhalb bis drei Jahren sind dann die 20 Milchzähne komplett.
Jedes Kind entwickelt sich jedoch individuell – ein bisschen Geduld ist also normal.
Anzeichen für das Zahnen
Wie zeigt sich, dass ein Zahn unterwegs ist? Häufige Hinweise:
Quengeligkeit und Weinen: Schmerz wird besonders intensiv wahrgenommen.
Vermehrtes Sabbern: Der Speichelfluss steigt, oft mit leichtem Ausschlag um den Mund.
Juckendes, geschwollenes Zahnfleisch: Babys beißen oder knabbern verstärkt auf Dingen herum.
Rötliche Wangen oder wunde Haut: Manchmal ist auch der Po betroffen.
Leichtes Fieber oder Durchfall: Das Immunsystem kann durch das Zahnen empfindlicher reagieren.
Achtung: Hält Fieber oder Durchfall länger an, sollte immer ein Kinderarzt aufgesucht werden – es muss nicht immer das Zahnen sein.
Tipps gegen Zahnungsschmerzen
Babys zeigen instinktiv, was ihnen guttut. Folgende Hilfen sind empfehlenswert:
Kauen und Beißen: Kaltes Gemüse, ein harter Brotkanten oder ein gekühlter Babylöffel lindern Druck und Schmerzen. Immer in Reichweite bleiben, um Verschlucken zu verhindern.
Beißringe: Kühlbare Beißringe aus Silikon können Linderung verschaffen. Niemals ins Gefrierfach legen.
Zahnfleischmassage: Sanftes Massieren des Zahnfleischs kann den Juckreiz reduzieren – vorher Hände gründlich waschen. Spezielle Silikon-Fingerlinge sind praktisch.
Beruhigende Tees: Abgekühlter Kamillen- oder Salbeitee kann das Zahnfleisch beruhigen, entweder aufgetragen oder getrunken.
Ablenkung: Spielen, kuscheln oder spazieren gehen kann die Aufmerksamkeit von den Schmerzen weglenken.
Stillen während des Zahnens
Abstillen ist beim Zahnen nicht nötig. Meist treten die ersten Zähne im Unterkiefer auf, sodass die Brust beim Stillen geschützt bleibt. Bei oberen Zähnchen kann das Saugen unangenehm sein – dann hilft, den Finger kurz in den Mundwinkel zu legen, um das Baby sanft zu stoppen. Viele Babys beißen beim Stillen jedoch gar nicht.
Pflege der Milchzähne
Schon der erste Zahn benötigt Pflege, um Karies vorzubeugen:
Fingerzahnbürste: Morgens und abends sanft das Zahnfleisch und die Zähne reinigen – gleichzeitig eine Massage für das Baby.
Bürste für Kleinkinder: Ab dem zweiten Zahn eine weiche Kinderzahnbürste nutzen, später ein Modell mit schmalem Kopf und dickem Griff.
Zahnpasta: Fluoridhaltige Kinderzahnpasta ab dem ersten Zahn, nur reiskorngroße Menge.
Tipps, um Zähneputzen attraktiv zu machen:
Kinder lernen durch Nachahmung – putze gemeinsam.
Kleine Rituale, Lieder oder Reime einbauen.
Spielerische Besuche beim Kinderzahnarzt können Neugier wecken.
Gesunde Zähne von Anfang an
Trinkflasche nach einem Jahr gegen Becher tauschen.
Süßes und Saft nur gelegentlich anbieten.
Schnuller nur sparsam nutzen; beim Einschlafen entfernen.



