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Kleine Schritte: Wie Kinder spielerisch Selbstständigkeit und Selbstvertrauen lernen

Im Alltag zwischen Termindruck, Arbeit und Hausaufgaben bleibt oft wenig Zeit, den Kindern gezielt beim Wachsen in Selbstständigkeit zu helfen. Doch schon kleine Impulse können Großes bewirken – altersgerecht, liebevoll und Schritt für Schritt.


Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.


Wenn Kinder eigene Aufgaben meistern, strahlen ihre Augen vor Stolz. „Schau mal, Mama, ich kann das alleine“, hört man dann. Solche Momente sind wertvoll – für Kinder wie für Eltern.


Loslassen lernen – auf beiden Seiten


Für uns Eltern ist es oft schwer, die Kontrolle abzugeben. Schon der Einstieg in Kita oder Schule fordert uns heraus, doch später kommen kleinere Abenteuer hinzu: alleine zu Freund:innen laufen, mit dem Fahrrad unterwegs sein oder erste Aufgaben im Haushalt übernehmen.


Kinder erleben das Loslassen als aufregend und manchmal auch unsicher. Sie verlassen ihre gewohnte Komfortzone, die wir als sichere Anlaufstelle waren. Doch genau diese kleinen Herausforderungen stärken ihr Selbstvertrauen. Wir begleiten sie dabei, Schritt für Schritt, damit sie eigenständig und mutig durchs Leben gehen können.


Sieben Wege, Selbstständigkeit zu fördern


1. Verantwortung spielerisch übernehmen

Kinder wollen helfen – und wir können das nutzen. Kleine, sinnvolle Aufgaben wie den Tisch decken, das Kinderzimmer aufräumen oder beim Einräumen der Einkäufe mithelfen, fördern die Eigenverantwortung. Wichtig ist, dass die Aufgaben dem Alter entsprechen und die Kinder selbst Entscheidungen treffen müssen, etwa: Was gehört in den Kühlschrank, was kann draußen bleiben? Am Ende lernen sie, dass sie selbst etwas bewirken können – und sind stolz auf ihr Ergebnis.


2. Eigene Entscheidungen treffen lassen

Freiheit und Wahlmöglichkeiten stärken Selbstbewusstsein. Kinder können nicht alles entscheiden – eine Jacke bei Regen bleibt Pflicht –, aber sie können entscheiden, was sie darunter tragen oder welche Schuhe sie wählen. Mehrere Optionen geben Orientierung, ohne zu überfordern. Kommt eine Entscheidung einmal nicht ideal zustande, sind wir als Eltern da, um zu begleiten.


3. Fehler zulassen

Perfektion ist keine Voraussetzung für Lernen. Kinder müssen eigene Fehler machen dürfen, um Erfahrungen zu sammeln. Fehler zu begleiten, zu reflektieren und gemeinsam Lösungen zu überlegen, reduziert Angst und stärkt Resilienz. Wir zeigen ihnen, dass es normal ist, mal zu scheitern, und dass daraus Wachstum entsteht.


4. Raum zum Ausprobieren geben

Selbstständigkeit braucht Platz – im Kopf und in der Welt. Kinder können alleine spielen, kleine Wege zurücklegen oder Aufgaben eigenständig erledigen. Wir schauen nur bei Bedarf hin, geben aber die Chance, selbst Lösungen zu finden. So entwickeln sie Selbstwirksamkeit und Vertrauen in ihre Fähigkeiten.


5. Ergebnisse nicht ständig korrigieren

Auch wenn die Spülmaschine schief eingeräumt oder das Bett nicht perfekt gemacht ist – Hauptsache, das Kind macht es selbst. Ständiges Korrigieren nimmt Motivation und Selbstvertrauen. Wir lernen dadurch, eigene Ansprüche zu hinterfragen und den Wert der Eigeninitiative zu erkennen.


6. Umgebung kinderfreundlich gestalten

Selbstständigkeit wird erleichtert, wenn Kinder ihre Umgebung erreichen und nutzen können. Tiefe Schubladen, Hocker, erreichbare Kleiderhaken oder Küchenschränke ermöglichen es, Dinge selbst zu erledigen. So lernen Kinder, eigenständig zu handeln, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein.


7. Kleine Einkäufe selbst erledigen

Schon Vorschulkinder können kleine Schritte in Richtung Unabhängigkeit machen, indem sie selbst bestellen oder bezahlen. Ob im Café die heiße Schokolade oder auf dem Markt das Obst – mit ein wenig Unterstützung wächst das Selbstvertrauen. Solche Alltagsübungen sind einfache, aber wirksame Schritte zu mehr Eigenständigkeit.

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