Gehaltsrückschritt für Managerinnen: Vorständinnen verdienen 2024 fast eine halbe Million Euro weniger als Männer
- 20. Okt. 2025
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Eine aktuelle Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY zeigt ein überraschendes Ergebnis: Die Gehälter von weiblichen Vorstandsmitgliedern großer deutscher Unternehmen sind im Jahr 2024 spürbar gesunken – während ihre männlichen Kollegen sogar leicht mehr verdienten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Frauen mit starkem Minus, Männer mit leichtem Plus
Laut der Analyse erhielten Frauen in den Vorständen durchschnittlich 270.000 Euro weniger als im Jahr zuvor – ein Rückgang um rund elf Prozent. Bei den Männern dagegen stiegen die Bezüge um durchschnittlich 10.000 Euro, also um 0,4 Prozent. Damit sei laut EY ein klarer Richtungswechsel eingetreten: "Erstmals seit 2014 verdienten die Frauen in Deutschlands Vorständen weniger Geld als ihre männlichen Kollegen."
Von Ausnahmegehältern zur Normalisierung
In der Vergangenheit waren Frauen in den Chefetagen deutscher Unternehmen eine Seltenheit. Ihre geringe Zahl führte dazu, dass einzelne Managerinnen besonders hohe Gehälter aushandeln konnten – häufig lagen sie sogar über denen ihrer männlichen Kollegen. Dieser Effekt habe sich jedoch abgeschwächt, erklärt EY-Partner Jens Massmann: "Die Zeiten, als weibliche Vorstände eine seltene Spezies waren und teils sehr hohe Gehälter fordern konnten, sind vorbei." Heute würden Frauen meist mit geringeren Einstiegsgehältern in Vorstandspositionen starten, was sich negativ auf den gesamten Durchschnitt der weiblichen Vergütungen auswirke.
Fast eine halbe Million Euro Unterschied
Am deutlichsten zeigt sich die Einkommenslücke laut EY bei den DAX-Unternehmen, also den größten börsennotierten Konzernen Deutschlands. Hier sank das durchschnittliche Einkommen der Vorständinnen von 3,05 Millionen Euro auf 2,92 Millionen Euro. Bei den Männern hingegen stieg der Durchschnitt leicht von 3,34 Millionen Euro auf 3,38 Millionen Euro. EY zieht ein klares Fazit: "Damit ist eine Gehaltslücke von fast einer halben Million Euro zwischen weiblichen und männlichen Vorständen entstanden."

