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Handy-Blitzer bundesweit geplant: Bund und Länder wollen Smartphone-Nutzung am Steuer stärker kontrollieren

vor 8 Stunden
1 Min. Lesezeit

Wer während der Autofahrt zum Smartphone greift, könnte künftig deutlich häufiger erwischt werden. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ arbeiten Bund und Länder daran, spezielle Kamerasysteme zur Erkennung unerlaubter Handynutzung bundesweit einsetzen zu können. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Das Bundesverkehrsministerium unterstützt entsprechende Überlegungen der Länder. In einer Stellungnahme verweist das Ministerium unter Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) auf die gemeinsame Einschätzung, „dass moderne Überwachungstechnologien ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Regelbefolgung und damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit besitzen“.


Künstliche Intelligenz erkennt Smartphones im Fahrzeug


Eine zentrale Rolle könnte dabei das Kamerasystem „MonoCam“ spielen, das ursprünglich in den Niederlanden entwickelt wurde. Die Technik nutzt eine Software, die anhand von rund 10.000 Bildern mit dokumentierter Handynutzung trainiert wurde.


Das System kann unterschiedliche Smartphone-Modelle anhand ihrer Größe und Form identifizieren. Zusätzlich analysiert es charakteristische Körper- und Handhaltungen, die auf die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt hindeuten.


Kameras erfassen mögliche Verstöße von oben


Die speziellen Überwachungsgeräte lassen sich beispielsweise auf Autobahnbrücken installieren. Von dort aus überprüfen sie vorbeifahrende Fahrzeuge auf eine mögliche Nutzung von Smartphones am Steuer.


Ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Geschwindigkeitsmessanlagen besteht darin, dass die Aufnahmen bereits entstehen, bevor ein tatsächlicher Regelverstoß festgestellt wurde.


Bislang fehlt für den flächendeckenden Einsatz eine einheitliche gesetzliche Grundlage. Einzelne Bundesländer, darunter Rheinland-Pfalz, haben bereits entsprechende Regelungen geschaffen.


Bundesweite Regeln sollen Flickenteppich verhindern


Um den Einsatz der neuen Kontrollsysteme rechtlich abzusichern, drängen die Bundesländer auf eine gemeinsame Lösung. Ohne eine solche bundesweit geltende Grundlage befürchten die Länder „eine zersplitterte Rechtslage“. Einheitliche Vorschriften sollen deshalb dafür sorgen, dass die Technik künftig unabhängig von Landesgrenzen eingesetzt werden kann.

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