IGeL-Leistungen im Check: Warum Selbstzahlerleistungen oft mehr schaden als nutzen
- 19. Aug. 2025
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Aktualisiert: 20. Aug. 2025
Viele Menschen leiden unter schmerzhaften Abnutzungen an Knie oder Hüfte. Um die Beschwerden zu lindern, greifen Betroffene häufig in die eigene Tasche. Krankenkassen warnen jedoch davor, auf sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) zu setzen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Fragwürdige Spritzen bei Arthrose
Besonders kritisch bewertet der Medizinische Dienst Bund die Injektionen mit Hyaluronsäure. Diese sollen die natürliche Gelenkflüssigkeit ersetzen und Schmerzen reduzieren. Laut dem neuen IGeL-Monitor richten sie jedoch eher Schaden an, als dass sie helfen. Studien, die seit mehr als fünf Jahrzehnten durchgeführt werden, zeigen deutlich: Der potenzielle Schaden überwiegt den Nutzen.
Milliardenmarkt für IGeL
Trotz der fragwürdigen Wirksamkeit greifen viele Versicherte weiterhin auf diese Leistungen zurück. Nach Angaben des Medizinischen Dienstes geben gesetzlich Versicherte pro Jahr mindestens 2,4 Milliarden Euro für IGeL aus. Besonders stark vertreten sind die Fachgebiete Orthopädie (397 Mio. Euro), Augenheilkunde (544 Mio. Euro) und Gynäkologie (543 Mio. Euro).

