Impfquoten sinken: EU verzeichnet Rückgänge bei wichtigen Kinderimpfungen
Impfungen gehören laut der Studie zu den effektivsten Instrumenten des öffentlichen Gesundheitsschutzes. Gleichzeitig warnen die Forschenden vor den Folgen sinkender Impfquoten: Ein anhaltender Rückgang könne erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Entwicklung über vier Jahrzehnte untersucht
Für ihre Analyse werteten die Wissenschaftler Impfzahlen aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten aus. Betrachtet wurde dabei ein Zeitraum von mehr als 40 Jahren. Im Mittelpunkt standen sieben Impfungen beziehungsweise Impfserien für Kinder. Dazu gehörten die kombinierte Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sowie Vakzine gegen Hepatitis B, Meningitis B, Poliomyelitis, Pneumokokken, Masern und Röteln.
Auch Deutschland verzeichnet Rückgänge
Deutschland weist dabei eine ähnliche Entwicklung wie Spanien auf. Bei fünf der sieben untersuchten Impfungen gingen die Quoten zurück. Eine positive Entwicklung zeigte sich lediglich bei der Hepatitis-B-Impfung und bei der ersten Dosis gegen Masern, für die weiterhin ein leichter Anstieg festgestellt wurde.
Weltweit zuletzt wieder höhere Impfquote
Auf globaler Ebene zeichnet sich hingegen ein anderes Bild ab. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation und des Kinderhilfswerks UNICEF ist die Impfquote bei Kindern zuletzt wieder gestiegen. Als zentraler Indikator wird dabei die Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis) verwendet, die unter der Abkürzung DTP zusammengefasst wird. Im Jahr 2025 hatten dem Bericht zufolge weltweit 85 Prozent der Kleinkinder die vollständige DTP-Impfserie erhalten.

