Klimawandel: Zahl der Tage mit Waldbrandrisiko stark gestiegen
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Innerhalb der letzten viereinhalb Jahrzehnte hat sich die Anzahl der Tage mit besonders hoher Waldbrandgefahr weltweit beinahe verdreifacht. Mehr dazu in den Klima-News.
Besonders ausgeprägt war diese Entwicklung in Nord- und Südamerika. Darauf weist eine aktuelle Untersuchung hin, die am Mittwoch in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht wurde.
Klimawandel begünstigt parallele Extrembedingungen
Mit zunehmender globaler Erwärmung wächst die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Regionen zur gleichen Zeit von brandförderndem Wetter betroffen sind. Gemeint sind heiße, trockene und windige Bedingungen, die Brände begünstigen. Von sogenannten synchronen Feuerwetterlagen sprechen Fachleute, wenn solche Voraussetzungen gleichzeitig in unterschiedlichen Gebieten auftreten.
Entwicklung seit den späten 1970er-Jahren
Den Forschenden zufolge lag die weltweite Zahl dieser synchronen Feuerwettertage zwischen 1979 und den darauffolgenden 15 Jahren bei durchschnittlich 22 Tagen pro Jahr – bezogen auf große Weltregionen. In den Jahren 2023 und 2024 wurden hingegen bereits mehr als 60 solcher Tage pro Jahr registriert.
Starker Anstieg in Nord- und Südamerika
In den Vereinigten Staaten betrug der Durchschnitt synchroner Feuerwettertage im Zeitraum von 1979 bis 1988 noch 7,7 Tage jährlich. In den vergangenen zehn Jahren kletterte dieser Wert laut Yin auf 38 Tage pro Jahr. Noch drastischer entwickelte sich die Lage im südlichen Teil Südamerikas: Dort wurden zwischen 1979 und 1988 durchschnittlich 5,5 Tage pro Jahr verzeichnet. Im letzten Jahrzehnt erhöhte sich dieser Wert auf 70,6 Tage jährlich – allein 2023 waren es 118 Tage. Von insgesamt 14 untersuchten Weltregionen zeigte lediglich Südostasien einen gegenteiligen Trend. Hier ging die Zahl synchroner Feuerwettertage zurück, was Yin zufolge vermutlich auf feuchtere klimatische Bedingungen zurückzuführen ist.
Mehrheit des Anstiegs menschengemacht
Mehr als 60 Prozent der weltweiten Zunahme synchroner Feuerwettertage stehen laut Yin im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas verursacht wird. Für ihre Analyse setzten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Computersimulationen. Diese verglichen die tatsächliche Entwicklung mit einem Szenario, in dem keine zusätzlichen Treibhausgase in die Atmosphäre gelangt wären.



