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Krankenhäuser unter Druck: DKG warnt vor Kliniksterben und massivem Stellenabbau durch Sparpläne

  • vor 11 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Die von Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) vorgesehenen Sparmaßnahmen könnten nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) gravierende Auswirkungen auf die Kliniken in Deutschland haben. Der Verband befürchtet eine Welle von Insolvenzen sowie einen deutlichen Stellenabbau. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Studie zeichnet düsteres Bild


DKG-Präsident Gerald Gaß verweist auf aktuelle Untersuchungen, die erhebliche Risiken für zahlreiche Krankenhausstandorte sehen. „Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in diesem Fall 2030 49 Prozent aller Krankenhausstandorte eine hohe Ausfallwahrscheinlichkeit haben werden“, sagte Verbandschef Gaß dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Übersetzt heißt das: Es ist damit zu rechnen, dass jede zweite Klinik pleitegeht.“


Tausende Arbeitsplätze in Gefahr


Nach Angaben des Verbandes hätte die Umsetzung der vorgesehenen Einschnitte nicht nur wirtschaftliche Konsequenzen für die Einrichtungen. Auch die Beschäftigten wären betroffen. Die DKG geht davon aus, dass rund zehn Prozent der Arbeitsplätze im Krankenhausbereich wegfallen müssten. Nach Ansicht von Gaß würden die Kürzungen einen Sektor treffen, der bereits heute unter enormem Druck stehe.


Unterstützung für die Reform – aber mit längerem Zeitplan


Trotz der Kritik an den Sparplänen stellt sich die DKG grundsätzlich hinter die Ziele der Krankenhausreform. Der Verband spricht sich für mehr Spezialisierung, Zusammenschlüsse kleinerer Kliniken und neue Formen der medizinischen Versorgung aus. Aus Sicht von Gaß sollte dieser Wandel jedoch schrittweise und über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren erfolgen.


Weniger Standorte, aber geordneter Umbau


Langfristig hält die Deutsche Krankenhausgesellschaft eine Verringerung der Zahl klassischer Klinikstandorte für möglich. Gleichzeitig warnt der Verbandschef davor, dass viele Häuser den Reformprozess nicht überstehen könnten, falls die geplanten Einsparungen ohne Anpassungen umgesetzt werden. „Ich bleibe dabei, dass wir künftig auf 400 bis 500 klassische Krankenhausstandorte verzichten könnten“, sagte Gaß. Viele Häuser, die erhalten oder umgewandelt werden sollten, würden die geplanten Kürzungen jedoch womöglich nicht überstehen.

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