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Längere Wartezeiten drohen: Kritik an geplanten Kürzungen im Gesundheitssystem

7. Apr.
1 Min. Lesezeit

Vor dem Hintergrund möglicher Einsparungen im ambulanten Bereich schlägt der Vorsitzende der Kassenärzte Andreas Gassen Alarm: Sollten geplante Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sich die Wartezeiten auf Facharzttermine spürbar verlängern. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Seiner Einschätzung nach müssten sich Versicherte darauf einstellen, deutlich länger als bisher auf einen Termin zu warten: „dann müssen sich die Patienten darauf einstellen, schon bald 50 Tage und mehr auf einen Facharzttermin zu warten.“


Auslöser der Kritik sind Vorschläge einer eingesetzten Expertengruppe. Diese empfiehlt unter anderem, bestimmte finanzielle Anreize für schneller vermittelte Termine zu streichen – etwa solche, die über Terminservicestellen oder durch Hausarztpraxen zustande kommen.


Kritik an geplanten Einsparmaßnahmen


Der Vertreter der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sieht darin ein erhebliches Problem. Bereits jetzt gebe es eine Budgetgrenze, die dazu führe, dass 40 Millionen von Behandlungen nicht bezahlt würden. Wenn zusätzliche Vergütungen wegfielen, könnten viele Praxen ihr Angebot entsprechend einschränken.


Seiner Darstellung zufolge würden Ärztinnen und Ärzte künftig nur noch solche Termine anbieten, die auch tatsächlich vergütet werden. Dies hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit medizinischer Versorgung.


Widerspruch zu offiziellen Einschätzungen


Zugleich weist der Kassenärzte-Chef die Argumentation zurück, wonach die bisherigen Zuschläge keinen Nutzen für Versicherte gebracht hätten. Aus seiner Sicht hätten diese finanziellen Anreize im Gegenteil dazu geführt, dass mehr Termine angeboten wurden.


Hintergrund: Reformvorschläge der Kommission


Die diskutierten Änderungen gehen auf eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zurück, die sich mit der Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung befasst. In ihrem jüngsten Bericht listet sie zahlreiche Vorschläge auf, die sowohl Mehreinnahmen generieren als auch Ausgaben begrenzen sollen. Insgesamt umfasst der Maßnahmenkatalog mehrere Dutzend Einzelpunkte, die nun politisch bewertet werden.

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