top of page

Mehr Angriffe auf Medien: Politisch motivierte Straftaten gegen Journalist:innen erreichen neuen Höchststand

In Deutschland nimmt die Zahl politisch motivierter Delikte gegen Journalistinnen, Journalisten und Medien spürbar zu. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Nach Angaben der Bundesregierung wurden im Zeitraum von April 2024 bis Ende November 2025 insgesamt 818 Straftaten erfasst. Darunter befanden sich 89 Fälle, bei denen Gewalt angewendet wurde.


Politische Hintergründe im Überblick


Ein erheblicher Teil der registrierten Taten wird extremistischen Milieus zugeordnet. Die Sicherheitsbehörden rechnen 244 Vorfälle dem rechten Spektrum zu, 78 dem linken. In 153 Fällen wird ein ausländisch-ideologischer Hintergrund angenommen, während 31 Straftaten religiös motiviert gewesen sein sollen. Darüber hinaus wurden 312 Delikte keiner klaren politischen Richtung zugewiesen und unter „sonstige Zuordnung“ geführt. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus Meldungen der Bundesländer an das Bundeskriminalamt mit Stichtag 31. Dezember 2025.


Vergleich mit dem Vorjahr


Der aktuelle Stand zeigt einen deutlichen Anstieg gegenüber 2023. Legt man den Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 30. November 2025 zugrunde, ergibt sich eine durchschnittliche Belastung von knapp 41 Fällen pro Monat. Im Jahr 2023 wurden hingegen 290 politisch motivierte Straftaten gegen Medien registriert – das entspricht etwa 24 Vorfällen monatlich.


Regionale Schwerpunkte


Auffällig ist die ungleiche Verteilung innerhalb Deutschlands. Besonders stark betroffen ist Berlin: Mit 406 gemeldeten Delikten entfällt nahezu die Hälfte aller erfassten Fälle auf die Hauptstadt. Es folgen Sachsen mit 82 Taten, Bayern mit 64 sowie Nordrhein-Westfalen mit 55 registrierten Straftaten.

bottom of page