Mehr Prüfungen, viele Durchfaller: Rekordzahlen bei Führerschein-Tests trotz anhaltend hoher Nichtbestehensquoten
- Redaktion Mittagsmagazin

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Trotz steigender Kosten ist die Nachfrage nach dem Führerschein ungebrochen. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 2,04 Millionen theoretische Führerscheinprüfungen abgelegt. Damit verzeichnete der TÜV-Verband im Vergleich zu 2024 ein Plus von 1,6 Prozent und meldet einen neuen Höchststand. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Hohe Durchfallquoten bleiben ein Problem
An der Erfolgsquote hat sich jedoch kaum etwas geändert. Nach wie vor scheitert ein großer Teil der Prüflinge an der Theorieprüfung: 41 Prozent bestanden sie nicht, exakt so viele wie im Vorjahr. Auch in der praktischen Prüfung zeigt sich keine Entspannung. Hier lag die Nichtbestehensquote bei 31 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher als 2024.
Junge Fahrschüler schneiden besser ab
Deutlich erfolgreicher sind hingegen Fahrschülerinnen und Fahrschüler unter 18 Jahren. Beim Begleiteten Fahren ab 17 fällt die Durchfallquote spürbar niedriger aus. In der Theorieprüfung scheiterten 35 Prozent, in der praktischen Prüfung lediglich 24 Prozent.
Motivation als Erfolgsfaktor
Nach Einschätzung von TÜV-Experte Richard Goebelt sind diese Fahrschüler*innen „hoch motiviert“ und daran gewöhnt, sich strukturiert und zielgerichtet auf Prüfungen vorzubereiten. Diese Lernhaltung wirke sich positiv aus und führe zu schnelleren Lernfortschritten sowie besseren Prüfungsergebnissen.

