Nach 28 Jahren am Ziel: Britischer Abenteurer beendet seine Weltumrundung
Eine außergewöhnliche Reise ist zu Ende: Der britische Abenteurer Karl Bushby hat nach 28 Jahren seine Weltumrundung abgeschlossen. Mehr als 50.000 Kilometer legte der heute 57-Jährige dabei zu Fuß zurück. Zum Abschluss stand noch eine besondere Etappe an: die Durchquerung des Ärmelkanals. Mehr dazu in unserem Format "Stories - Die unglaublichsten Geschichten".
„Es fühlt sich gut an, nach all den Jahren wieder britischen Boden unter meinen Füßen zu haben“, wurde Bushby in einer Erklärung zitiert.
Letzte Etappe durch den Ärmelkanal
Für die finale Strecke schwamm Bushby von Frankreich in Richtung Großbritannien. Die zuständigen Behörden beider Länder hatten ihm dafür die notwendige Erlaubnis erteilt. Schließlich erreichte er die englische Küste und setzte damit einen Schlusspunkt unter ein Projekt, das Ende der 1990er-Jahre begonnen hatte.
Mit „The Beast“ um die Welt
Während seiner Reise hatte Bushby sein gesamtes Hab und Gut in einem selbstgezogenen Wagen dabei. Das Gefährt trägt den Namen „The Beast“ und begleitete ihn über Jahrzehnte auf seinem Weg durch zahlreiche Länder.
Allerdings verlief die Expedition keineswegs ohne Unterbrechungen. Mehrfach musste der Abenteurer seine Pläne für längere Zeit aussetzen. Besonders schwierig gestaltete sich die Weiterreise durch Russland, nachdem Bushby die Beringstraße zwischen Alaska und dem russischen Fernen Osten zu Fuß überquert hatte. Ein fehlendes Visum führte dazu, dass er dort zunächst nicht weiterreisen konnte.
Hindernisse verlängerten die Reise
Von den ursprünglich geplanten Jahren wurde deutlich mehr Zeit benötigt. Visa-Schwierigkeiten, die weltweite Finanzkrise ab 2008 sowie die Corona-Pandemie sorgten zusammen dafür, dass Bushby rund die Hälfte der zusätzlichen Reisezeit mit Unterbrechungen verbringen musste. Trotz dieser Rückschläge hielt er an seinem Vorhaben fest. Wenn eine Pause notwendig wurde, kehrte er später an denselben Ort zurück und setzte seine Route von dort aus fort. Nach insgesamt 28 Jahren ist dieses außergewöhnliche Vorhaben nun abgeschlossen.



