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Negative Trendwende: Armutsquote steigt auf den höchsten Stand seit Jahren

  • vor 11 Minuten
  • 1 Min. Lesezeit

Die aktuelle Auswertung zur sozialen Lage in Deutschland zeigt einen deutlichen Anstieg der Armutsbetroffenheit. Nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes leben derzeit mehr Menschen in finanziell prekären Verhältnissen als in den Jahren zuvor. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Dem Bericht zufolge sind mittlerweile rund 13,3 Millionen Menschen von relativer Einkommensarmut betroffen. Der Verband erklärte dazu: „13,3 Millionen Menschen leben hierzulande in Armut – betrachtet man allein die relative Einkommensarmut“.


Entwicklung gegenüber dem Vorjahr


Innerhalb eines Jahres hat sich die Situation spürbar verschlechtert. Zwischen 2024 und 2025 erhöhte sich die Armutsquote um 0,6 Prozentpunkte und liegt nun bei 16,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bereits im Februar hatte das Statistische Bundesamt entsprechende Zahlen veröffentlicht.


Der Paritätische Wohlfahrtsverband weist darauf hin, dass damit eine Phase rückläufiger Werte beendet wurde. Nachdem die Armutsquote in den Jahren 2020 bis 2023 gesunken war, sei nun „eine negative Trendwende“ zu beobachten.


Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern


Die Verteilung der Armutsbetroffenheit fällt regional sehr unterschiedlich aus. Besonders günstige Werte weisen die wirtschaftsstarken Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg auf. Dort liegen die Armutsquoten bei 12,6 beziehungsweise 13,2 Prozent und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.


Regionen mit besonders hoher Armutsbelastung


Am stärksten betroffen sind nach den vorliegenden Daten mehrere nord- und ostdeutsche Regionen. Die höchsten Quoten wurden in Bremen mit 27,5 Prozent sowie in Sachsen-Anhalt mit 21,3 Prozent festgestellt. Auch die Stadtstaaten Hamburg (18,9 Prozent) und Berlin (18,7 Prozent) verzeichnen überdurchschnittlich hohe Werte.


In Westdeutschland gehören insbesondere Trier (21,4 Prozent), Weser-Ems (20,8 Prozent) und Arnsberg (19,6 Prozent) zu den Regionen mit erhöhter Armutsbetroffenheit. Für Ostdeutschland werden unter anderem Chemnitz mit 18,2 Prozent und Leipzig mit 17,4 Prozent genannt.

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