Norwegisches Königshaus: Vier Jahre Haft für Marius Borg Høiby
- 15. Juni
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Mette-Marit von Norwegens Sohn Marius Borg Høiby wurde von einem Gericht in Oslo zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Hintergrund sind unter anderem mehrere Sexualdelikte, darunter auch Vergewaltigungsvorwürfe. Mehr dazu in den Royal-News.
Das Gericht sah es in zwei Fällen als erwiesen an, dass er sich der Vergewaltigung schuldig gemacht hat. Dabei soll er jeweils mit dem Finger sexuelle Handlungen an schlafenden Frauen vorgenommen haben. Von einem schwereren Vorwurf – einer Vergewaltigung mit Penetration durch den Penis – wurde er ebenso freigesprochen wie von einem weiteren Vergewaltigungspunkt. Insgesamt wurde er jedoch in 34 einzelnen Anklagepunkten schuldig gesprochen.
Einräumungen und weitere Vorwürfe
Der Angeklagte hatte mehrere andere Taten teilweise zugegeben. Dazu gehören aggressive Ausbrüche unter Alkoholeinfluss, bei denen er Möbel zerstört und eine Frau körperlich angegriffen haben soll. Auch Verstöße gegen Kontaktverbote räumte er ein. Zusätzlich flossen Verkehrsdelikte sowie der Besitz und Transport von rund 3,5 Kilogramm Marihuana in das Strafmaß ein. Die Vergewaltigungsvorwürfe selbst bestritt er jedoch konsequent.
Vorwürfe im Detail
Im Zentrum standen vier mutmaßliche Vorfälle mit vier verschiedenen Frauen. Laut Anklage soll es sich jeweils um zuvor einvernehmliche sexuelle Kontakte gehandelt haben, die später während des Schlafs der Frauen in nicht einvernehmliche Handlungen übergegangen sein sollen. In einigen Fällen soll er diese Situationen auch gefilmt haben. Einer der Fälle, in denen das Gericht eine Verurteilung aussprach, soll sich zudem in einem Gebäude der norwegischen Kronprinzenfamilie ereignet haben.
Reaktionen dazu
Das norwegische Königshaus hat sich bislang nicht öffentlich zum Urteil gegen den Ziehsohn von Haakon von Norwegen geäußert. Gleichzeitig steht auch die Familie selbst unter Belastung: Mette-Marit von Norwegen leidet an einer schweren Lungenerkrankung. Laut Angaben aus dem Umfeld des Hofes hat sich ihr Zustand zuletzt deutlich verschlechtert, sodass sie inzwischen auf der Warteliste für eine Lungentransplantation steht.

