Rekordernte: Deutschlands Betriebe produzieren so viel wie noch nie
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Noch nie zuvor wurde hierzulande so viel Gemüse geerntet wie im vergangenen Jahr. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Nach Angaben des Statistischen Bundesamt (Destatis) summierte sich die Gesamtmenge auf 4,5 Millionen Tonnen. Damit lag das Ergebnis um 13,2 Prozent über dem Mittelwert der Jahre 2019 bis 2024 – ein neuer Höchststand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990.
Mehr Fläche, mehr Betriebe, mehr Ertrag
Nicht nur die Erntemenge stieg, auch die bewirtschaftete Fläche wurde ausgeweitet. Insgesamt 5.960 Betriebe bauten Gemüse auf rund 131.700 Hektar an – ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Freilandanbau legte ebenfalls um 3,9 Prozent zu und erreichte etwa 130.400 Hektar. Besonders große Anbaugebiete befinden sich in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Niedersachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz. Auch geschützter Anbau wurde leicht ausgeweitet: In Gewächshäusern sowie unter hohen Schutzabdeckungen wuchs die Fläche um 0,8 Prozent auf 1.250 Hektar.
Zwiebeln erstmals an der Spitze
Eine bemerkenswerte Veränderung zeigt sich bei den einzelnen Gemüsearten: Erstmals seit 1990 führen Speisezwiebeln die Erntestatistik an. Mit 903.300 Tonnen lagen sie 21,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Karotten erreichten mit 865.700 Tonnen Rang zwei, gefolgt von Weißkohl mit 507.500 Tonnen.
Ökologischer Anbau baut Position aus
Der Bio-Gemüseanbau setzte seinen Aufwärtstrend fort. 2025 wurden auf etwa 20.600 Hektar rund 597.000 Tonnen Gemüse ökologisch produziert. Das entspricht 15,6 Prozent der gesamten Anbaufläche und 13,2 Prozent der Gesamterntemenge. Verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 stieg die Öko-Erntemenge um 33,7 Prozent. Besonders hoch war der Anteil von Bio-Produkten bei Roter Bete, Speisekürbissen, Zucchini und Frischerbsen.
Erhebungsmethode
Die „Gemüseerhebung“ wird vom Statistischen Bundesamt seit 2012 regelmäßig durchgeführt. Alle vier Jahre – zuletzt 2024 – erfolgt eine vollständige Erfassung aller Betriebe, in den übrigen Jahren werden repräsentative Stichproben ausgewertet.

