Spritpreise auf Rekordniveau: September wird zum bisher teuersten Tankmonat
Für Autofahrer war der September der teuerste Tankmonat seit Beginn der bisherigen Aufzeichnungen. Das lässt sich bereits vor dem Ende des Monats feststellen. Grundlage sind ADAC-Daten, die von der Nachrichtenagentur dpa ausgewertet wurden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Ölversorgung unter Druck
Als wesentlicher Faktor für die hohen Kraftstoffpreise gilt der Iran-Krieg. Besonders die Einschränkungen im Bereich der Straße von Hormus wirken sich auf die Ölversorgung aus. Die wichtige Handelsroute ist für einen erheblichen Teil der Ölexporte aus der Golf-Region von Bedeutung. Zusätzlich verschärft eine begrenzte Verfügbarkeit von Raffineriekapazitäten die Situation und trägt dazu bei, dass die Preise an den Tankstellen hoch bleiben.
Entlastung ab Oktober erwartet
Mit dem Monatswechsel zeichnet sich allerdings eine Veränderung ab. Für Oktober wird mit niedrigeren Spritpreisen gerechnet. Grund dafür ist unter anderem der seit Donnerstag um 0.00 Uhr geltende neue sogenannte Tankrabatt. Die Maßnahme sieht eine Senkung der anfallenden Steuern vor. Dadurch soll sich der Preis für Benzin und Diesel pro Liter um knapp 17 Cent reduzieren.
Preisnachlass kommt nicht überall sofort an
Obwohl der „Tankrabatt“ bereits ab Mitternacht gilt, bedeutet das nicht, dass jede Tankstelle unmittelbar günstigeren Kraftstoff anbieten kann. Entscheidend ist, wann der vergünstigte Sprit die Raffinerien beziehungsweise Tanklager verlässt.
Daher kann es dauern, bis die niedrigeren Einkaufspreise flächendeckend an den Tankstellen angekommen sind. Eine ähnliche Situation gab es bereits im Mai. Damals sanken die Preise allerdings bei einem Großteil der Tankstellen schon in der ersten Nacht deutlich.
Kritik an der Verkehrspolitik
Kritiker bemängeln, dass der Bund Verbraucher an der Tankstelle entlastet, gleichzeitig aber der Preis für das Deutschlandticket, das bundesweit gültige Monatsabo für den ÖPNV, ab Januar auf 66,80 Euro erhöht wird.

