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Wohnungsstreit in Spanien: Nach Protesten könnte 87-Jährige in ihre Wohnung zurückkehren

vor 19 Minuten
1 Min. Lesezeit

Die 87-jährige Maricarmen Abascal könnte in ihre Wohnung in Madrid zurückkehren. Ihre Zwangsräumung hatte landesweit für Proteste gesorgt. Nach Angaben ihrer Anwältin wurde in mehrstündigen Gesprächen mit den Eigentümern eine entsprechende Vereinbarung erzielt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Regierung plant neue Maßnahmen für den Wohnungsmarkt


Parallel dazu bereitet die spanische Regierung ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik vor. Im Mittelpunkt stehen dabei Forderungen, die von der Mieter bereits seit Längerem erhoben werden. Eine zentrale Forderung lautet, dass Menschen ihre Wohnung nicht verlieren dürfen, wenn ihnen keine angemessene alternative Unterkunft zur Verfügung gestellt werden kann. Auch bei Mietverhältnissen soll es Veränderungen geben. Nach den Vorstellungen der Organisation sollen Mietverträge künftig grundsätzlich ohne Befristung abgeschlossen werden. Bestehende Verträge mit einer zeitlichen Begrenzung sollen sich automatisch verlängern.


Streit um Mietpreise und Laufzeiten


Darüber hinaus verlangt die Mieter Maßnahmen gegen steigende Wohnkosten. Vorgeschlagen wird unter anderem, die Mieten einzufrieren oder ihre Entwicklung an die Einkommensentwicklung zu koppeln. Wie die spanische Tageszeitung „El País“ berichtet, sieht der derzeitige Regierungsentwurf allerdings lediglich einen zweijährigen Schutz vor Zwangsräumungen vor. Zudem sollen Mietverhältnisse bis zum Jahr 2028 verlängert werden können. Damit blieben die geplanten Maßnahmen hinter den Forderungen der Mieter zurück.


Proteste erreichen weitere Städte


Der Konflikt um den angespannten Wohnungsmarkt beschränkt sich inzwischen nicht mehr auf Madrid. Die Protestbewegung hat sich mittlerweile auf weitere spanische Städte ausgeweitet und richtet sich dort ebenfalls gegen die bestehenden Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt.

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