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Studie zeigt: Warum es nicht genügt, nur am Wochenende zu trainieren

  • 15. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Menschen kennen das Problem: Zwischen Job, Verpflichtungen, Familie und etwas Freizeit bleibt unter der Woche kaum Raum für regelmäßigen Sport – oder die Motivation fehlt schlicht. Gleichzeitig ist Bewegung ein zentraler Baustein für unsere Gesundheit. Sowohl Körper als auch Psyche profitieren deutlich davon.


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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher entweder mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche, etwa zügiges Gehen oder Yoga, oder alternativ rund 75 Minuten intensives Training wie Laufen oder hochintensive Intervallbelastungen.


Was passiert, wenn man nur am Wochenende trainiert?

Forschende aus den USA haben genau diese Frage untersucht. Grundlage der Analyse waren Gesundheitsdaten von über 350.000 Personen, die über einen Zeitraum von rund 16 Jahren erfasst wurden.


Im Fokus stand dabei, wie sich unterschiedliche Bewegungsmuster auswirken:

  • regelmäßige Aktivität über die Woche verteilt

  • Training nur an wenigen, aufeinanderfolgenden Tagen

  • sowie weitgehend bewegungsarmer Lebensstil


Die Wissenschaftler:innen verglichen diese Muster anschließend mit Sterberaten und verschiedenen Todesursachen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes.


Zentrale Erkenntnis der Untersuchung


Das überraschende Ergebnis: Für die allgemeine Lebenserwartung scheint es kaum eine Rolle zu spielen, wann genau die empfohlene Bewegungsmenge erreicht wird.


Das bedeutet: Wer die empfohlenen 75 Minuten intensiver oder 150 Minuten moderater Aktivität ausschließlich am Wochenende absolviert, kann offenbar ähnliche gesundheitliche Vorteile erzielen wie Personen, die über die Woche verteilt trainieren.


Unterschiede je nach Trainingsform


Ganz ohne Einschränkungen ist diese Flexibilität jedoch nicht. Besonders beim Krafttraining kann die Verteilung der Einheiten eine Rolle spielen. Hier ist es oft sinnvoll, dem Körper Erholungsphasen zu gönnen und nicht mehrere sehr intensive Einheiten direkt hintereinander zu legen, damit Muskeln ausreichend regenerieren können.


Wenn das Wochenende zur Belastung wird


Wer ausschließlich Samstag und Sonntag trainiert, neigt außerdem eher dazu, die Belastung zu unterschätzen. Zwei intensive Einheiten direkt hintereinander können schnell zu Überforderung führen – besonders bei Einsteigern.


Daher gilt: langsam starten, Belastung steigern und dem Körper Zeit zur Anpassung geben.


Bewegung in den Alltag integrieren


Auch unter der Woche lässt sich oft mehr Aktivität einbauen, als man denkt. Kleine Veränderungen reichen bereits aus, um den Körper regelmäßig in Bewegung zu halten:

  • kurze Strecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto

  • eine Haltestelle früher aussteigen und zu Fuß gehen

  • bewusst kleine Spaziergänge in den Tagesablauf einbauen


So entsteht ein guter Ausgleich: leichte Bewegung im Alltag unter der Woche und gezieltere Trainingseinheiten am Wochenende.


Fazit


Unterm Strich zeigt die Forschung: Entscheidend ist vor allem das Gesamtmaß an Bewegung – nicht zwingend der Zeitpunkt. Wann du trainierst, ist für viele gesundheitliche Effekte zweitrangig, solange du regelmäßig aktiv bist.

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