Transplantationsdrama in Italien: Zweijähriger nach folgenschwerem Fehler ohne klare Überlebenschance
- vor 1 Tag
- 1 Min. Lesezeit
Seit Wochen sorgt der Fall eines schwerkranken Kleinkinds in Neapel landesweit für Diskussionen. Medien und Öffentlichkeit verfolgen gebannt, wie sich sein Zustand entwickelt – und welche Entscheidungen nun getroffen werden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Dramatische Wendung nach Eingriff
Der zweijährige Junge, der mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt kam, liegt seit Weihnachten auf der Intensivstation. Ende 2025 sollte ein entscheidender Schritt folgen: Ein Spenderherz wurde aus Bozen in den Süden Italiens gebracht – rund 800 Kilometer entfernt. Das Organ stammte von einem gleichaltrigen Kind aus Südtirol, das tragisch ums Leben gekommen war.
Doch während des Transports kam es offenbar zu einem folgenschweren Fehler. Das Herz wurde mit Trockeneis zu stark heruntergekühlt. Die anschließende Operation scheiterte.
Zwischen Hoffnung und Zweifel
Seither hält eine Maschine den kleinen Patienten am Leben. Das behandelnde Ärzteteam in Neapel sieht weiterhin eine Möglichkeit für eine erneute Transplantation und gibt die Hoffnung nicht auf. Die Eltern wollten jedoch eine zusätzliche Einschätzung und wandten sich an externe Spezialisten. Deren Beurteilung fiel deutlich pessimistischer aus: Der Junge sei „nicht mehr transplantierbar".
Ermittlungen und europaweite Suche
Inzwischen befassen sich die Staatsanwaltschaften sowohl in Neapel als auch in Bozen mit dem Vorfall. Sie prüfen, wie es zu der fehlerhaften Kühlung kommen konnte. Parallel dazu läuft eine interne Untersuchung der beteiligten Stellen. Berichten italienischer Medien zufolge wird derzeit europaweit nach einem passenden Spenderorgan gesucht. Für das Kind und seine Familie bleibt die Situation weiterhin von Ungewissheit geprägt.


